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#DWNRWSummit 2017

Der #DWNRWSummit fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Nach dem Summit in Essen im letzten Jahr hatte ich mir eigentlich vorgenommen, dieses Jahr nicht mehr hinzugehen. Direkt vorab: Ich bin froh das ich da gewesen bin! (Ich musste zwar da sein, weil wir am Abend unser Startup Kickern nach Düsseldorf tragen durften, aber trotzdem. Es hat sich gelohnt!)

Workshops und Vorträge

Die Agenda war mindestens genau so prall gefüllt wie im letzten Jahr. Das muss nicht immer gut sein, konnte sich aber dieses Jahr sehen lassen.

Ich bin kein großer Freund von vielen Vorträgen aus der Ecke Sponsoren & Co. Deshalb konzentriere ich mich oftmals eher auf Workshops bzw. eher kleine Runden an denen ich dann teilnehme. Trotzdem konnte ich auch Highlights auf der großen Bühne finden.

Hier meine Top 3:

  • Program oder be programmed – Warum wir alle Code verstehen sollten.
    Von und mit Güncem Campagna, Codingschule
    Ich bin seit unserem Hackathon in Essen ein großer Freund der Codingschule und war deshalb schon bei der Ankündigung begeistert. Güncem kannte ich noch nicht, aber das ist ja nicht schlimm. 😉
    Meine feste Überzeugung ist es, dass wir alle mindestens verstehen sollten was sich hinter dem ganzen Digitalkram verbirgt. Und da Digitalkram oft (immer) Software beinhaltet, will ich wissen wir das geht und was sich hinter den Dingen verbirgt.
    Ich finde es wichtig, dass es Institutionen wie die Codingschule gibt, die schon Kindern nahe bringen was Programmieren bedeutet und wie sie diese Fähigkeit für sich nutzen können. Hut ab!
    Der Vortrag drehte sich im Wesentlichen um die Codingschule und der dahinter stehenden Idee. Aber es ist ja auch klar, dass 30 Minuten nicht ausreichen, tief ins Thema einzusteigen.
  • Warum NRW ein Ökosystem für Gründer benötigt
    Von und mit Dr. Christian Lüdtke, etventure // Initiativkreis Ruhr
    Ich persönlich weiß warum das so wichtig ist. Insbesondere mit Blick durch die Ruhrgebietsbrille ist das vollkommen klar und deutlich erkennbar. Es gibt aber eben auch immer noch diejenigen die das nicht verstanden haben. Und denen die Augen zu öffnen ist Dr. Christian Lüdtke angetreten. Er ist neuer Beauftragter für Gründerförderung beim Initiativkreis Ruhr und trägt damit eine schwere Last.
    In seinem Vortrag ist er auf die Bedeutung eines starken Startup Ökosystems für die Digitalisierung der Wirtschaft in NRW eingegangen und hat einige wichtige Punkte genannt. So macht er deutlich, dass er für den Initiativkreis das tun möchte, was wir unseren Kunden mit KMU Digital, Digitaler Wandel NRW, Startupsruhr.de und diversen anderen Projekten bereits anbieten. Etablierte Unternehmen an Startups heranführen und so für alle Beteiligten einen deutlichen Schritt nach vorne ermöglichen.
  • Impulsvortrag über die DNA erfolgreicher Gründer
    Von und mit Torsten Jensen, Bundesverband Deutscher Startups
    Es wird wahrscheinlich recht deutlich, dass ich meine Top 3 nicht unbedingt ausgewählt habe weil ich die Themen und Inhalte für hoch innovativ halte. Viel mehr habe ich sie gewählt, weil ich die drei Dinge herausstellen möchte die meiner Meinung nach für eine erfolgreiche Gestaltung unserer Zukunft (sie wird digital sein, dass muss ich wohl nicht extra betonen) wichtig sind.
    So auch der kleine aber feine Einblick in die DNA erfolgreicher Gründer. Gründung, Startups und Innovation generell werden in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Da ist es gut zu wissen, woran wir erfolgreiche Gründer erkennen können.

Networkingabend mit Startup Kickern

Großartig. Mein persönliches Highlight (immer wenn Kickertische in der Nähe stehen, sind diese mein Highlight!) war der Networkingabend mit dem Startup Kickern, dass ich organisieren und gemeinsam mit unserem Partner Mein Kicker.com durchführen durfte.

Dank unseres Sponsors eTrado sowie der großzügigen UNterstützung des DWNRW Teams konnten wir 10 Kickertische aufbauen und bespielen.

Hier einige Highlights in Bildern:

#kickern #startup #dwnrw #dwnrwsummit #sponsor @etrado

Ein Beitrag geteilt von Dennis Arntjen (@kmu_digital) am

Entgegen unserer üblichen Spielweise haben wir dieses Mal auf einen Turniermodus verzichtet. Für alle Spieler ging es gegen einen NRW Kickermeister um Sieg oder Niederlage. Wer es geschafft hat 3 Tore zu schießen, konnte sich über einen Amazon Gutschein freuen.

Work Digital Kick-Off: Pitches und Vorträge im Überblick

Am 29.06. findet ab 18.00 Uhr das Kick-Off Event für den gemeinschaftlichen Accelerator des Work Inn und KMU Digital statt. Mit dem Accelerator unter dem Titel “Work Digital” möchten wir Startups die Möglichkeit geben, im Ruhrgebiet durchzustarten und mittelständischen Unternehmen dabei helfen, Digitalisierung im Dialog und in Kooperation mit jungen innovativen Unternehmen umzusetzen.

Während der Kick-Off Veranstaltung möchten wir zum Einen darüber sprechen, was wir für den ersten Durchgang (wir nennen ihn “Season One”) planen. Zum anderen stellen wir die ersten teilnehmenden Startups vor. Außerdem wird es zwei sehr interessante Kurzvorträge zu den Themen “Blockchain” und “Big Data” geben.

Agenda

18.00 Uhr – Ankunft
18.20 Uhr – Begrüßung durch das Work Digital Team
18.30 Uhr – Pizza & Bier (wer kein Bier mag, findet sicherlich auch andere Getränke ;-))
19.00 Uhr – Vortrag “Big Data” – Florian Kruse und Tobias Brambach von Point8 aus Dortmund werden einen Überblick über dieses für mittelständische Unternehmen spannende Thema geben. Wofür lässt sich Datenanalyse einsetzen? Was bringt das eigentlich? Ist das kompliziert und teuer?
19.25 Uhr – Pitches Round 1 – Pitchen werden XignSys aus Gelsenkirchen und lupiter aus Ratingen. Feedback der Gäste ist ausdrücklich erwünscht!
19.50 Uhr – Kaltgetränke und Netzwerken. Austausch rund um den ersten Vortrag und die beiden Pitches.
20.10 Uhr – Vortrag “Blockchain” – Matteo Cagnazzo und Chris Wojzechowski werden uns etwas über die spannenden Einsatzmöglichkeiten der Blockchain und über Kryptowährungen wie Bitcoin erzählen.
20.35 Uhr – Pitches Round 2 – Pitchen werden Point8 aus Dortmund, CapX aus Bochum und ein weiteres Startup, welches wir noch bekannt geben.
21.00 Uhr – Kaltgetränke und Netzwerken. Austausch rund um die Vorträge und Pitches. Gerne auch Feedback zu den Plänen rund um “Work Digital”. Außerdem bin ich mir sicher, dass Tim und Dörte vom Work Inn sehr gerne durch den neuen Coworking Space führen werden! 😉

Anmelden können sich verantwortliche Mitarbeiter und Inhaber mittelständischer Unternehmen übrigens gerne per eMail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Wer noch nicht überzeugt ist, dass er oder sie unbedingt dabei sein muss, liest am besten direkt weiter! 😉

Die Pitches

Wir konnten fünf sehr interessante Startups davon überzeugen, sich auf die Bühne zu begeben und sich mit ihren Pitches dem Publikum zu stellen. Zwei der pitchenden Startups sind bereits fest in die Season One des Accelerators aufgenommen. Die anderen drei haben ebenfalls noch die Chance dazu zu stoßen!

Aber was tun die fünf Startups genau?

Point8

Point8 hat sich den Slogan “Because data matters” zu eigen gemacht. Gegründet von drei Physikern trägt Point8 eine Menge Wissen rund um die Analyse kleiner und großer Datenmengen in den Mittelstand. Dabei erreicht das Team für seine Kunden Erstaunliches und hat oftmals beweisen können, dass umfangreiches Fachwissen gepaart mit einem unverstellten Blick dazu führt, dass aus Daten wichtige Informationen abgeleitet werden können.

lupiter

lupiter entwickelt eine Logistik und Supply Chain Software in der Cloud. Damit bietet das Team umfangreiche Lösungen, die es Mittelständlern und großen Unternehmen ermöglichen, Ihre Logistik transparenter zu gestalten.

XignSYS

XignSYS hat mit XignQR die 4. Generation der Datensicherheit für Authentifizierung und Signaturen entwickelt. Das Team hat festgestellt, dass Passwörter heute keinen ausreichenden Sicherheitsstandard mehr bieten und außerdem viel zu unkomfortabel sind. Deshalb entwickelten die Gründer eine vollkommen andersartige Lösung.

CapX

CapX ist ein alternatives Ladekonzept für E-Fahrzeuge, welches die Herausforderung von Elektromobilität und Energiewende überwindbar macht. Durch Verringerung der Ladezeiten und Entlastung der Netze wird der Wandel zur Nachhaltigen Energie beschleunigt.

Unseren fünften Teilnehmer im Startup Feld stellen wir an dieser Stelle Anfang der nächsten Woche vor.

Wichtige Themen zur Digitalisierung

Unsere beiden Vortragsthemen haben wir gewählt, weil beide Themen super wichtig sind und sehr bald einen entscheidenden Einfluss darauf haben dürften, wie die Ausprägung von Digitalisierung im Mittelstand aussieht. Außerdem kennen wir alle Speaker persönlich und können deshalb sicher sein, dass die Informationen die durch die Vorträge vermittelt werden, wertvoll sind.

Big Data

Big Data ist ein Schlagwort, das wahrscheinlich jeder schon einmal gehört hat. Mit den Gründern von Point8 konnten wir für diesen Vortrag Speaker gewinnen, die aus der Praxis kommen. Jeden Tag sieht das Team von Point8 die Herausforderungen und Schwierigkeiten vor denen mittelständische Unternehmen stehen. Sie sind dabei geschätzter Partner des Mittelstands und liefern Ergebnisse, die in dieser Geschwindigkeit und Qualität bisher niemand hat liefern können.

Durch den starken Praxisbezug wird der Vortrag sehr informativ. Jeder Unternehmer wird daraus Rückschlüssen ziehen können die ihm einen Hinweis darauf geben, wie er sich für sein Unternehmen in Sachen Big Data verhalten sollte.

Blockchain

Noch so ein Schlagwort. Aber eines, das oftmals eher im Kontext von Kryptowährungen und damit zusammenhängend mit nicht ganz legalen Machenschaften genannt wird. Das die Blockchain – wie viele spannende Technologien – zwar missbraucht werden kann, aber eigentlich ein super spannendes Thema für den Mittelstand ist, erläutern unsere beiden Speaker zu diesem Thema.

Als Startup-Gründer und Mitarbeiter des Instituts für Internetsicherheit in Gelsenkirchen können die beiden sehr praxisnah berichten und spannende Anwendungsfälle erläutern. Sicherlich wird jeder Zuhörer eine Menge neuer Informationen mitnehmen.

Was wir tun: Netzwerke knüpfen die belastbar sind.

Wichtig: Netzwerken und gemeinsam essen

Auch wenn es fast das letzte Kapitel in diesem Artikel ist, sollen das Netzwerken und leckeres Essen nicht zu kurz kommen. Wir sorgen für Essen und Getränke. Als unser Gast bringst Du Dich und interessante Themen mit ein. Am Ende steht eine interessante Mischung, aus der wir hoffentlich alle eine Menge lernen können! 🙂

Am Ende des Abends werden Tim und Dörte vom Work Inn sicherlich gerne eine kleine Führung durch den neuen Coworking Space am Campus anbieten.

Also. Anmelden nicht vergessen: Mail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Digitalisierung im Mittelstand: So geht’s nicht!

Gestern. Affenhitze und meine Konzentration lag am Boden. Beim durchscrollen meiner Facebook Timeline sehe ich, dass gleich zwei meiner Facebook-Freunde einen Artikel der t3n als positives Beispiel und gar als nützlichen Ratgeber in Sachen Digitalisierung im Mittelstand geteilt haben.

Es geht um den Beitrag mit dem Titel “Digitalisierung im Mittelstand: So geht’s“. Ja, im Artikel stehen ein paar Dinge, die sind richtig. Zum Beispiel die Tipps zur Herangehensweise gefallen mir ganz gut. Andere Dinge die im Artikel erwähnt werden, haben mir trotz der extrem hohen Temperaturen einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen.

Es fängt schon haarsträubend an. Der Vorwurf, Digitalisierung im Mittelstand würde in vielen Fällen aus reinem Selbstzweck propagiert und hätte oftmals keinen echten Hintergrund oder Mehrwert, legt nahe, dass Mittelständler sich gerne weiterhin viel Zeit lassen können. Alles nur Hype ohne konkreten Nutzen.

Diese Aussage ist fahrlässig. Sie verharmlost die Risiken, die dem deutschen Mittelstand in Zukunft das Leben deutlich erschweren werden. Digitalisierung ist für alle diejenigen, die dieses Thema nicht ernsthaft auf der Agenda haben, ein Risiko, das nicht nur zum Verlust einiger Prozentpunkte bei den Marktanteilen führen kann. Es kann schlimmer kommen. Wer nicht sinnvoll digitalisiert, wird in seiner Branche über kurz oder lang keine Rolle mehr spielen.

Ja. Das klingt nach Angstmacherei. Aber es ist nun einmal Realität und ich weiß mittlerweile auch nicht mehr, wie ich es weniger hart und bedrohlich klingen lassen soll.

Der Artikel geht aber noch weiter. Als Beispiel wird die Firma Perschmann aus Braunschweig genannt. Frank Haberstock, seines Zeichens Mitglied der Geschäftsleitung, könne dieses ständige Digitalisierungsgerede nicht mehr hören. Perschmann sei seit vier Jahren mitten drin in der Digitalisierung!

Das ist ja gut und schön. Ich freue mich über jeden Mittelständler, der das Thema begriffen hat und umsetzt. Nur leider ist Perschmann offensichtlich eine Ausnahme. Jede aktuelle Untersuchung und auch jede persönliche Erfahrung der jüngeren Zeit zeigt mir, dass wir immer noch ein verdammt dickes Brett zu bohren haben. Aktuell hat der Mittelstand nur an der Oberfläche gekratzt.

Natürlich ist Digitalisierung kein Selbstzweck

Diese Überschrift sollte eigentlich gar nicht nötig sein. Nichts von dem, was wir als Unternehmer tun, sollte reiner Selbstzweck sein! Das trifft selbstverständlich auch auf die Digitalisierung zu. Aber die t3n hat eine ähnliche Überschrift für den nächsten Abschnitt des Artikels gewählt… Da dachte ich mir, ich muss das noch einmal verdeutlichen!

Jetzt kommt einer der vielen Berater unserer Republik zu Wort. Roland J. Gördes, Geschäftsführer der Unternehmensberatung GRC Consulting. Er berichtet, dass seine mittelständischen Mandanten das Wort “Digitalisierung” schon fast als Schimpfwort empfinden würden. Traurig aber es wird wohl wahr sein…

Dass Digitalisierung nicht ohne Bezug zum Unternehmen und zum Markt daherkommen darf, ist meiner Meinung nach selbstverständlich und es wird auch den meisten Inhabern mittelständischer Unternehmen klar sein. Diese Aussage ist also vollkommen überflüssig. Oder soll durch sie der Eindruck entstehen, dass Digitalisierung bisher nur als reiner Selbstzweck betrieben wurde? Hoffentlich nicht!

Und jetzt kommt es! Ein großer Teil der Unternehmen sei schon auf digitalen Pfaden unterwegs, schreibt die Verfasserin des Artikels, Alexandra Vollmer. Wieder kommt Herr Gördes zu Wort. Haarsträubenderweise nennt er die Kommunikation per eMail, Webauftritte und den Einsatz von ERP-Systemen als positive Beispiele für digitalisierte Mittelständler. Ich wäre fast erfroren als ich dies las. Trotz 32 Grad im Schatten.

Herr Gördes. Es tut mir leid. Aber diese Aussage ist komplett daneben! Nichts von dem, was Sie hier heranziehen, hat auch nur einen Hauch mit der Digitalisierung zu tun, die aktuell voranschreitet! Digitalisierung ist nicht elektronische Kommunikation. Digitalisierung muss viel tiefer greifen als einfach einen neuen (zusätzlichen) Kommunikationskanal zu eröffnen. Digitalisierung wird Geschäftsmodelle vollkommen verändern.

Genau solche Aussagen wie die im t3n-Artikel zitierten bringen die Gefahr mit sich, dass Digitalisierung nicht ernst genommen wird. Wer sich aber auf eMail, Webauftritt, ERP-System, elektronischem Dateiaustausch, usw. ausruht, der ist nicht digital und wird es auch nie werden! Leider.

Wie viel Digitalisierung braucht es?

Immerhin. Der Digitalisierungsexperte der Beratung GRC aus Hannover, Dr. Jan-Frederik Engelhardt, hat erkannt, dass es keine Frage ist, ob man sich als Mittelständler mit der Digitalisierung befassen sollte.

Allerdings scheint auch er davon auszugehen, dass die meisten Unternehmen in Deutschland bereits auf einem guten Weg sind. Sie müssten sich eben nur bewusst machen, dass vieles von dem, was sie heute bereits tun, zur Digitalisierung gehört. Wieder falsch! Aber das war ja zu erwarten, immerhin beruht diese Aussage auf der seines Chefs. Dem widerspricht man vllt. besser nicht.

Einen guten Tipp gibt Herr Dr. Engelhardt trotzdem. Statt zu überlegen, ob man sich als Mittelständler mit Digitalisierung beschäftigen müsse, sollten sich Unternehmer bewusst machen wo sie gerade stehen. Leider sagt Dr. Engelhardt dies nicht, weil er damit verdeutlichen möchte, dass die meisten Mittelständler noch einen langen Weg zu beschreiten haben. Vielmehr dient für ihn die Klärung des aktuellen Status dazu zu entscheiden, ob noch mehr Digitalisierung notwendig sei. Wie ich darüber denke, dürfte klar geworden sein?!

Ich finde auch, dass sich jeder Mittelständler klar machen sollte, wo er heute in Sachen Digitalisierung steht. Die Tatsache, dass man neben dem Telefon oder der Post noch andere Kommunikationswege nutzt, sollte aber keinesfalls zu dem Schluss verleiten, man habe schon mit der Digitalisierung begonnen!

Zu Digitalisierung gehört (ich schrieb es schon!) wesentlich mehr als Kommunikationskanäle zu ergänzen oder Prospekte als Webseite digital darzustellen. Es geht um einen grundlegenden Wandel in allen Unternehmensbereichen. Es geht darum, dass sich so ziemlich alle Branchen

  • auf ein neues Kundenverhalten,
  • auf veränderte Rahmenbedingungen,
  • auf viel niedrigere Markteintrittshürden,
  • auf eine vollkommen neue Handlungs- und Denkweise von Kunden
  • und (potentiellen) Mitarbeitern und
  • auf die Veränderung von Geschäftsmodellen

einstellen müssen.

Geschäftsmodell checken

Jetzt kommt der Teil des Artikels, der mich wieder ein wenig versöhnt. Es geht ans Eingemachte. Die Sicht auf den Markt und den Check des eigenen Geschäftsmodells.

Der Hinweis, dass Digitalisierung niemals der Ausgangspunkt für diesen Check sein dürfe sondern lediglich nur eine mögliche Antwort auf die Frage darauf, wie das Unternehmen am Markt erfolgreicher agieren könne, ist zumindest nicht falsch. Dass Digitalisierung heute immer eine der Antworten sein wird, darf man aber auch nicht vergessen zu erwähnen!

Also. Geschäftsmodell checken ja. Dabei sollte man als Mittelständler aber immer im Blick haben, dass jede potentielle Verbesserung des Geschäftsmodells immer digital sein wird. Sein muss, wenn man gegen neu hinzukommende wesentlich digitalere Mitbewerber oder einfach gegen bestehende Mitbewerber die kapiert haben, was Sache ist, bestehen möchte.

Herr Gördes rät im Weiteren zu Besonnenheit. Da Panik nie ein guter Begleiter ist, darf man diese Aussage wohl getrost als richtig bezeichnen.
Was mich nach den vielen komischen Aussagen dann doch positiv überrascht hat ist der letzte Tipp, den Herr Gördes gibt: Zurücklehnen! Nicht im Tagesgeschäft aufreiben lassen, sondern immer den Blick auf neue Entwicklungen behalten.

Genau dies ist nämlich ein Punkt, der meiner Meinung nach sehr dazu beitragen würde, Digitalisierung im Mittelstand schneller umzusetzen. Vielen Mittelständlern geht es sehr gut. Die Auftragsbücher sind voll. Das führt dazu, dass keine Zeit vorhanden ist, die man für die Neuausrichtung des Unternehmens aufwenden könnte. Das ist zwar gefährlich, aber nachvollziehbar. Aufbrechen müssen wir dieses Verhalten trotzdem, denn wenn es erst einmal schlechter wird, dürfte es für umfassende Digitalisierungsmaßnahmen zu spät sein.

Vielleicht ist das Modell, dass Frank Haberstock und die Firma Perschmann umsetzen, auch für andere Unternehmer gangbar?! Perschmann beschäftigt heute sogenannte Trendscouts, die den Kundenbedarf zeitnah einfangen und so eine schnelle Reaktion ermöglichen. Finde ich gut!

Mein Fazit

Ich kann nicht sagen, was die t3n dazu bewogen hat, einen solchen Artikel zu veröffentlichen. Augenscheinlich verspürt man den Drang, Beruhigungspillen zu verteilen.

Fest steht, dass viele der getätigten Aussagen von Beraterseite komplett daneben sind. Es nutzt rein gar nichts, seinen Kunden nach dem Mund zu reden. Es hilft auch nicht, beruhigend einzuwirken, indem man einfach behauptet, der Mittelstand sei schon mittendrin in der Digitalisierung.

Was wir aktuell brauchen sind positive Beispiele. Das wird im Artikel mit der Firma Perschmann versucht. Aber leider kommt dieses Beispiel viel zu kurz. Stattdessen kommt ein Beratungsunternehmen überdurchschnittlich stark zu Wort, dem ich nach den getätigten Aussagen nicht zutraue, Digitalisierungsprojekte erfolgreich umzusetzen.

Vielleicht kann ja die t3n Herrn Haberstock noch einmal gesondert befragen und Beispiele für die Digitalisierung bei Perschmann benennen die verdeutlichen, was Digitalisierung im Mittelstand bedeutet und wie man am besten anfängt. Das würde dann wirklich weiterhelfen und keinen Mittelständler in die Arme von Beratern treiben, die im Zweifel nicht wirklich wissen, was zu tun ist.

Mittelstand: Digitalisierung begreifen durch Kooperation mit Startups

Alles, was wir bei KMU Digital machen, ist einer Leitlinie unterworfen: Wir helfen kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei, die Digitalisierung selbständig umzusetzen.

Aus diesem Grund organisieren wir Vorträge, vernetzen Unternehmer und gestalten Initiativen wie die Startup Datenbank für das Ruhrgebiet (http://startupsruhr.de) mit. Unser neuestes Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Coworking Space Betreiber Work Inn aus Dortmund entstanden.

Mittelstand und Startups vernetzen

Was wir vorhaben, gibt es in dieser Form noch nicht. Nicht im Ruhrgebiet, nicht in NRW und auch Bundesweit konnte ich keine derartige Initiative entdecken.

Wir bieten B2B-Startups ein Accelerator-Programm, mit dem wir nicht nur die Entwicklung eben dieser Startups maßgeblich vorantreiben, sondern gleichzeitig auch Mittelständlern einen Lerneffekt durch Kooperationen ermöglichen. So pushen wir nicht nur das Wachstum junger innovativer Unternehmen, sondern helfen dabei, den zentralen Kern unserer Wirtschaft, den Mittelstand, digitaler zu machen.

Im Vordergrund steht dabei die drei monatige Zusammenarbeit im Rahmen unseres Accelerators “Work Digital”. Diese drei Monate dienen dazu, zu lernen, wie Startups arbeiten. Wie entwickelt ein Startups seine Produkte? Wie funktioniert die agile und moderne Arbeitsweise? Welche Instrumente setzen Startups im kreativen Prozess ein? Wie funktioniert digitaler Vertrieb? Was ist digitales Marketing?

Diese und viele andere Fragen beantworten sich in Gesprächen mit den teilnehmenden Startups. Außerdem bieten wir diverse Veranstaltungen und Workshops, die nicht nur von Startups besucht, sondern auch von den teilnehmenden Mittelständlern genutzt werden können.

Durch diese Phase gegenseitigen Kennenlernens und erster intensiver Zusammenarbeit, entstehen belastbare Beziehungen, die auch über den Accelerator hinaus wirken. Am Ende profitieren beide Seiten. Die Startups von wertvollen Kontakten zu erfolgreichen Mittelständlern. Die Mittelständler von tiefgehenden Beziehungen zu innovativen Unternehmen und dem damit verbundenen Lerneffekt.

Das ist aus unserer Sicht der richtige Weg, Digitalisierung im Mittelstand zu einem Erfolgskonzept werden zu lassen!

Work Digital Kick-Off am 29.06.

Der Accelerator startet im Juli und hat eine Laufzeit von drei Monaten. Den Auftakt gestalten wir als Kick-Off Event mit mindestens drei Pitches interessanter Startups sowie zwei Vorträgen zu den Themen “Blockchain” und “Big Data”.

Am 29.06. ab 18.00 Uhr treffen sich Vertreter mittelständischer Unternehmen und Verbände mit Startups im Coworking Space Work Inn am Campus in Dortmund. Damit wir unsere Ziele erreichen und direkt gut einsteigen können, ist der Teilnehmerkreis auf 30 Personen begrenzt. Dabei wählen wir die Teilnehmer aktiv aus und erreichen so eine interessante Mischung aus Entscheidern, Kreativen, Netzwerkern und Startups.

Wer als Mittelständler oder Verbandsvertreter gerne dabei sein möchte, sollte sich einfach bei mir melden (Dennis Arntjen, d.arntjen@kmu-digital.net). Wir freuen uns über jeden Interessenten. Und sollte doch kein Platz mehr sein, finden wir eine andere Gelegenheit, über den Accelerator zu sprechen und uns auszutauschen. Versprochen!

Wer ist dabei?

Unsere beiden Vorträge werden von überzeugten Startup-Gründern gehalten:

  1. Matteo Cagnazzo und Chriz Wojzechowski zum Thema “Blockchain”
    In diesem Vortrag geht es darum, was die Blockchain eigentlich ist und warum diese nicht nur für Kryptowährungen wie Bitcoin eine geeignete Technologie ist. Ein wichtiges Zukunftsthema auch für mittelständische Unternehmen.
  2. Florian Kruse von Point8 zum Thema “Big Data”
    Sicherlich einer der meistgehypten Begriffe der letzten 18 Monate: “Big Data”. Warum dieses Thema aber dennoch kein Hype ist, sondern ganz besonders im produzierenden Mittelstand heute und in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen muss, dass erklärt und Florian in seinem Vortrag.

Neben den beiden Vorträgen wird es außerdem Pitches der folgenden Startups geben:

  1. Point8 – Because data matters
  2. Xignsys – Die 4. Generation der Datensicherheit

Weitere Startups kommen noch hinzu, so dass wir wahrscheinlich 4-5 Pitches sehen werden.

Work Digital – Startup Accelerator in Dortmund

Work Digital. Startups pushen. Mittelstand digitalisieren

Die Idee eines Accelerator Programms mit dem nicht nur Startups aus dem Ruhrgebiet und dem Rest von NRW gepusht werden, sondern von dem auch mittelständische Unternehmen stark profitieren, habe ich schon seit längerem mit mir herumgetragen. Das diese Idee irgendwann einmal konkret zur Umsetzung kommt, habe ich immer davon abhängig gemacht ob ich die geeigneten Partner für dieses Vorhaben finden kann.

Mit Dörte und Tim Schabsky vom Coworking Space Work Inn hat sich der ideale Partner für unseren “Mittelstandsaccelerator” gefunden. Nicht nur das Tim und Dörte mit den verschiedenen Standorten ihrer Coworking Spaces die Arbeitsplätze und weitere Räumlichkeiten beisteuern. Sie sind auch genau die richtigen Partner auf der persönlichen Ebene. Gemeinsam haben wir ein erstes Konzept für den Start entwickelt, mit dem ich persönlich sehr glücklich bin.

Wir glauben, dass unsere beiden Zielgruppen Startups und Mittelstand mit der Teilnahme am Accelerator “Work Digital” viele Ziele erreichen können, die sie alleine und ohne die Teilnahme nicht erreichen würden:

[ts_row] [ts_one_half] Ziele für Startups[/ts_one_half] [ts_one_half] Ziele für Mittelständler[/ts_one_half] [/ts_row]

[ts_row] [ts_one_half] – Vertrieb strukturieren [/ts_one_half] [ts_one_half] – Lernen wie der Kontakt mit Startups funktioniert [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Markeintritt beschleunigen und stabilisieren [/ts_one_half] [ts_one_half] – In einem geschützten Raum Dinge ausprobieren [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Strukturen schaffen [/ts_one_half] [ts_one_half] – Mitarbeitern Wissen zu digitalen Geschäftsmodellen vermitteln [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Kooperationpartner und Kunden finden [/ts_one_half] [ts_one_half] – Unternehmerisches handeln stärken [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Von anderen Startups lernen [/ts_one_half] [ts_one_half] – Kooperationspartner und Lieferanten finden [/ts_one_half] [/ts_row]

Der Ablauf

Aus Sicht der Startups

Wir starten Mitte Juli mit unserer ersten Runde. Diese Runde dauert drei Monate. Den Arbeitstitel “Work Digital. Season One” übernehmen wir dabei direkt. 😉

Im Vorfeld der Season One wählen wir 5 Startups als Teilnehmer aus. Jedes Startup das gerne teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben. Dazu brauchen wir gar nicht viel. Eine eMail mit einer kurzen Beschreibung zu dem was ihr tut, einem evtl. schon vorhandenen Pitchdeck und einer Einschätzung wo ihr heute steht reicht erst einmal aus. Wir kommen dann auf euch zu, laden euch zum Pitch und einem ausführlichen Gespräch nach Dortmund ein und entscheiden dann sehr zeitnah ob ihr dabei seid oder nicht.

  1. Alle Startups die dabei sind, bekommen vom Work Inn kostenfreie Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt. Dabei haben wir maximal 15 Arbeitsplätze zu vergeben, die wir auf die Startups verteilen. Lediglich die Kosten für Getränke und wenn gewünscht einen Schrank übernehmen die Startups selber.
  2. Jedes Startup wird durch einen Mentor betreut. Der Mentor führt viele Gespräche mit euch, gibt Tipps und Hinweise, öffnet den Zugang zu seinem persönlichen Netzwerk und zum Netzwerk des Accelerators und steht immer für Fragen zur Verfügung.
  3. Es gibt zwei fest definierte Veranstaltungen auf denen ihr den aktuellen Stand pitcht. Dabei geht es darum, dass ihr vor uns und den eingeladenen Gästen zeigt wo ihr steht. Ihr bekommt dadurch wichtiges Feedback von Experten und lernt neue Leute kennen, die euch nach vorne bringen.
  4. Ihr erhaltet Zugang zu unseren Veranstaltungen. Das monatliche Mitbringfrühstück des Work Inn könnt ihr nutzen um eure Herausforderungen zu pitchen und mehr Feedback zu bekommen. Die Fachvorträge von KMU Digital nutzt ihr um zusätzliches Wissen aufzubauen.
  5. Zusätzlich erhaltet ihr von uns einen Überblick über die vielen verschiedenen Veranstaltungen zum Thema Gründung und Startup im Ruhrgebiet. Was ihr wahrnehmt und was euch am besten hilft, entscheidet ihr selber!
  6. Am Ende der Season One steht der Demo Day. Hier präsentiert ihr euch in Pitches und intensiven Gesprächsrunden den eingeladenen Gästen. Eine Jury beurteilt, wo ihr steht und legt die Plätze 1-5 fest.
  7. Als besondere Motivation bekommen die drei besten Startups aus Season One die große Chance, während des Ruhr Summit in Dortmund zu pitchen und sich gegen eine Feld aus internationalen Startups durchzusetzen. Wer sich hier gut präsentiert, findet wertvolle Kontakte und vielleicht direkt Kooperationspartner, Kunden und Investoren.

Ihr seht. Es gibt eine Menge zu tun. Und ihr seht, wir setzen uns stark für euch ein.

Unser Ziel ist es euch zu pushen. Wir möchten Dortmund, das Ruhrgebiet und NRW in Sachen Startups noch besser machen. Außerdem bieten wir Mittelständlern den Zugang zum Accelerator, weil wir diesen Weg für einen der besten halten, Digitalisierung in eine etablierte Organisation zu bringen.

Aus Sicht des Mittelstands

Mitten im Sommer, nämlich Mitte Juli starten wir mit “Work Digital. Season One”.

Für euch als Mittelständler sieht der Ablauf folgender Maßen aus:

  1. Wenn ihr direkt als einer unserer Unterstützer dabei seid, nehmt ihr schon am Auswahlverfahren teil und entscheidet mit, welche 5 Startups in Season One dabei sein werden. Wie Ihr Unterstützer werdet und welche Konditionen wir euch anbieten, erfahrt ihr wenn ihr Kontakt zu uns aufnehmt. Entweder ihr ruft Dennis Arntjen unter 0151/27536121 an oder schreibt ihm eine eMail an d.arntjen@kmu-digital.net.
  2. Während des Accelerator Programm laden wir euch gerne zu einem der Pitch-Days ein. Dort lernt ihr die Startups kennen, lernt durch deren Pitches und die anschließenden Gespräche und profitiert vom Wissen aller anderen Teilnehmer.
  3. Natürlich seid auch ihr herzlich eingeladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bekommt ihr hier in den SteadyNews, im Work Inn Veranstaltungskalender oder auf Nachfrage.
  4. Als Unterstützer (siehe Punkt 1) habt ihr auch zwischendurch die Möglichkeit mit den Startups Kontakt aufzunehmen, mit den Gründern über deren Arbeit zu sprechen, mögliche Kooperationen zu planen und einfach Startup Spirit kennen zu lernen. Ihr bekommt einen Arbeitsplatz im Coworking Bereich an dem eure Mitarbeiter jeder Zeit arbeiten können.
  5. Am Ende der Season One findet der Demo Day statt. Die 5 Startups pitchen, ihr führt als Unterstützer ausführliche Gespräche und stellt ggf. auch ein Mitglied in der Jury. Wieder steht euer Lernziel im Vordergrund.
  6. Beim Ruhr Summit seid ihr natürlich als Unterstützer ebenfalls dabei. Dort lernt ihr weitere Startups kennen und könnt das Wissen das ihr in den drei Monaten von Season One gelernt habt, aktiv einsetzen. Die Pitches der drei Top Work-Digital Startups müsst ihr nicht mehr sehen. Mit denen habt ihr eure Vereinbarungen dann sicherlich schon getroffen. 😉

Welche Ziele verfolgen wir?

Mit dem Accelerator verfolgen wir alle ein gemeinsamen Ziel: Wir möchte frische Ideen fördern, die Wirtschaft im Ruhrgebiet und in ganz NRW stärken und interessante Projekte begleiten.
Das wir diese Ziele als Unternehmer nicht durch ehrenamtliche Tätigkeit erreichen möchten, versteht sich von selbst. Work Digital soll ein wirtschaftlich nachhaltiges Projekt sein.

Deshalb bieten wir verschiedene Möglichkeiten an, an Work Digital teilzunehmen. Für Startups ist das alles vollkommen kostenlos. Mittelständler bzw. jedes Unternehmer, kann zum Unterstützer werden oder sogar eine Mentorenrolle einnehmen. Dazu zahlt ihr uns einen monatlichen Betrag, der immer eine Laufzeit von 2 Accelerator-Durchgängen hat. Ihr könnt also mit einer Bewerbung für “Work Digital. Season One” auch gleich zum Unterstützer für Season Two werden.

Was “erwarten” wir von den Startups?

Kurz gesagt: Aktive Mitarbeit.

Wir möchten keine Anteile an eurem Unternehmen und zwingen euch keine Investorengespräche auf. Das einzige was wir wirklich von euch erwarten ist aktive Mitarbeit. Unser Ziel ist es, für euch am Ende der ersten drei Monate einen echten Fortschritt erzielt zu haben. Und das die Mittelständler die uns (und euch) unterstützen, ihre Ziele erreichen können.

Dazu brauchen wir euch. Wir geben euch viele Hilfestellungen. Im Gegenzug solltet ihr für Gespräche mit Mittelständlern offen sein und euer Wissen mit den anderen Startups und Unternehmern teilen. Das muss nicht das Wissen zu euren Kernprodukten sein. Vielmehr geht es uns darum, grundsätzliche Herangehensweisen und Strategien beim Aufbau eines Startups zu vermitteln.

Wie geht ihr die unterschiedlichen Herausforderungen an?
Was habt ihr zuerst getan und welche Dinge waren erst einmal nicht so wichtig?
Wie schafft ihr es, die vielen Fäden in der Hand zu behalten und nie euer Ziel aus dem Auge zu verlieren?
Wie geht ihr an die Entwicklung eures Produkts?

Dies sind nur einige der Fragen die vielen anderen Startup Gründern und vor allem Führungskräften und Inhabern mittelständischer Unternehmen unter den Nägeln brennen. Wenn ihr Antworten geben könnt, dann bekommt ihr dafür eine Menge zurück. Versprochen!

Welche Unterstützer wünschen wir uns?

Wir richten uns ganz bewusst an den Mittelstand in NRW. Denn wir glauben, dass der Zugang zu einem Accelerator Programm für mittelständische Unternehmen der beste Weg ist, mit Startups und der Digitalisierung in Berührung zu kommen. Durch die Begleitung von Work Digital lernt ihr die Arbeitsweise von Startups kennen ohne euch direkt an diesen zu beteiligen. Ihr habt die Möglichkeit Wissen in euer Unternehmen zu transferieren, dass ihr euch sonst nur durch externe Berater oder hohe Investitionssummen holen könnten. Außerdem bewegt ihr euch in einem geschützten Raum, in dem ihr Fehler machen könnt ohne direkt an finanzielle oder organisatorische Grenzen zu stoßen.

Wir wünschen uns tatkräftige Unternehmertypen. Menschen die anpacken möchten. Menschen die lernen möchten, wie Digitalisierung ihr Unternehmen verändert.

Ich will dabei sein!

Als Startup

Sehr gut. Dann sendet uns eine Mail an d.arntjen@kmu-digital.net. Darin beschreibt ihr kurz was ihr tut, wer ihr seid und warum ihr gerne am Accelerator teilnehmen möchtet. Wenn ihr habt, sendet uns auch ein Pitchdeck zu.

Wir laden euch dann zum Pitch und einem kurzen Gespräch nach Dortmund ein. Ihr habt dann die Gelegenheut im Detail über euch zu sprechen und eure Ziele zu verdeutlichen.

Am Ende wählen wir dann unter allen Bewerbern 5 Startups aus, die gut zu uns passen.

Wenn ihr im Vorfeld Fragen habt, ruft gerne Dennis Arntjen unter 0151/27536121 an.

Als Unterstützer

Ruft am besten direkt an unter 0151/27536121. Wir klären dann alle eure Fragen und sprechen über die verschiedenen Möglichkeiten in Season One als Unterstützer dabei zu sein.

Wenn ihr nicht anrufen möchtet, schreibt eine Mail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Los geht es!

Wir wollen nicht mehr lange fackeln und schnell loslegen. Deshalb haben wir für den 29.06.2017 ab 18.00 Uhr unsere Auftaktveranstaltung in Dortmund angesetzt. Wir möchten dort zwei aktuelle Themen zur Digitalisierung in kurzen Vorträgen von jeweils 20 Minuten anreißen. Eines der Themen wir die Blockchain sein. Das andere steht noch nicht ganz genau fest. Es wird aber auf jeden Fall top aktuell und hochinteressant.

Wer dabei sein möchte, spricht uns einfach per Mail an: d.arntjen@kmu-digital.net. Wir haben nicht viele Plätze zur Verfügung. Maximal 25 Gäste können wir einlassen. Wenn ihr also gerne dabei sein möchtet, dann beeilt euch mit der eMail. 😉

Blockchain im Mittelstand. “Die Berater” am 25.04.2017 in Dortmund

Am 25.04.2017 ab 18.00 Uhr findet in Dortmund (im tollen Coworking Space Work Inn, Hohe Straße 1, 44139 Dortmund) unser “Die Berater” Abend unter dem Titel “Blockchain im Mittelstand” statt. Unsere beiden Speaker Chris Wojzechowski und Matteo Cagnazzo werden uns einen tollen Abend mit vielen spannenden Inhalten bereiten. 

Matteo ist und schon durch seinen Vortrag “Was ist eigentlich das Darknet?” vom Januar 2017nin Dortmund bekannt. Er war auch der Auslöser dafür, am 25.04. die Blockchain auf die Agenda zu heben. An seiner Seite wird der großartige Chris Wojzechowski stehen. Sowohl Chris als auch Matteo arbeiten am Institut für Internetsicherheit in Gelsenkirchen. Sie beschäftigen sich tagtäglich mit Sicherheitsbedrohungen der fiesen elektronischen Art und damit, wie wir Zukunftstechnologien nutzbringend einsetzen können.

In ihrem gemeinsam Vortrag am 25.04.2017 werden Sie uns zunächst einen guten Überblick über das Funktionsprinzip der Blockchain geben, auf digitale Währungen eingehen und dann die Chancen und Risiken der Blockchain beschreiben. Als Sicherheitsforscher, sehen Sie natürlich auch die kritischen Punkte, wie zum Beispiel die fehlende Anonymität.

Dennis Arntjen hat Chris und Matteo in einem kurzen Interview gefragt, was die Inhalte am Abend des 25.04. sein werden:

 

Tickets zur Veranstaltung “Blockchain im Mittelstand” am 25.04.2017 ab 18.00 Uhr, gibt es hier.
Veranstaltungsort ist das das Work Inn City, Hohe Straße 1, 44139 Dortmund.
Parken können unsere Gäste in den umliegenden Straße, oder im Parkhaus an der Hohe Straße 33, nur ca. 500 Meter entfernt vom Veranstaltungsort.

„Die Berater“:

  • 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr – Ankunft. Die Teilnehmer registrieren sich und knüpfen erste Kontakte zu anderen Gästen.

    Matteo Cagnazzo

  • 18.30 Uhr – Das Buffet ist eröffnet.
  • 19.15 Uhr – Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer
  • 19.30 Uhr – Matteo Cagnazzo und Chris Wojzechowski: “Blockchain im Mittelstand”
  • 20.15 Uhr – Moderierte Frage- und Diskussionsrunde
  • 21.15 Uhr – Netzwerken und Austausch aller Teilnehmer
  • 22.00 Uhr – Langsames Ausklingen

Wie immer gibt es leckeres Essen Getränke.

Kosten

Mitglieder unseres Unternehmensnetzwerkes KMU Digital sowie Mieter des Work Inn zahlen für den Abend inklusive Essen 15,00 € inkl. MwSt. Alle anderen Gäste zahlen 27,00 € inkl. MwSt.- ebenfalls inklusive Essen. Wer mehr über die Mitgliedschaft bei KMU Digital erfahren möchte, erfährt es hier: www.kmu-digital.net.

Tickets hier bei Xing

Unsere Speaker

Wie schon geschrieben, arbeiten unsere beiden Speaker Matteo und Chris am Institut für Internetsicherheit in Gelsenkirchen. Chris betreibt außerdem den Technique Blog, in dem er viele technische und Sicherheitstechnische Themen aufgreift und erklärt. Bei Twitter finden wir Chris unter seinem Handle .

Matteo Cagnazzo betreibt den IT-Sicherheit Podcast Cybärcast und behandelt dort vielfältige Themen rund im IT-Sicherheit. Matteo finden wir bei Twitter unter seinem Handle .

Unsere Veranstaltungsreihe „Die Berater“

Mit KMU Digital verfolgen wir das Ziel, Wissen zum digitalen Wandel zu vermitteln und unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Mit „Die Berater“ haben wir eine Veranstaltungsreihe konzipiert, mit der wir Wissen zu vielen Themen rund um den digitalen Wandel vermittelt wird. Durch Impulsvorträge, offene Sessions und konstruktiven Austausch gehen unsere Teilnehmer nach jeder Veranstaltung mit viel frischem Wissen nach Hause und wenden dieses Wissen zukünftig an.

Den Titel „Die Berater“ haben wir aus zwei Gründen gewählt. Zum einen ist jeder in seinem Fachbereich Spezialist und somit auch in der Lage, andere zu genau diesem Bereich zu beraten. Außerdem möchten wir mit vielen unserer Veranstaltungen Unternehmensberater und Vertriebler erreichen, die vom Wissen anderer profitieren und dieses Wissen bei der Arbeit mit den eigenen Kunden anwenden können.

Deutsche Unternehmen verpassen (immer noch) den Anschluss

In unserem aktuellen Video “Die Frage der Woche – Veränderungskompetenz im Mittelstand” habe ich kurz die Zahlen einer aktuellen Studie im Auftrag von Randstad vorgestellt. Aus der Studie ist zu entnehmen, dass nur 68 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland glauben das  Unternehmen eine digitale Strategie für die Zukunft brauchen. Eine sehr niedrige Zahl, die leider noch unterboten wird. Nämlich von der Zahl 52%. So viele Arbeitnehmer glauben, dass ihr Arbeitgeber in der Lage ist diese Strategie zu entwickeln!

Ich sage es schon im Video: Erschreckend! Das nur 68% der Arbeitnehmer in Deutschland an die Notwendigkeit einer digitalen Strategie glauben, ist für mich nachvollziehbar. Lange Zeit wurde die Digitalisierung von sämtlichen Politikern wenig ernst genommen. Jedenfalls gibt es erst seit wenigen Monaten überhaupt ernsthafte Tendenzen dieses Thema auf die Agenda zu nehmen. Unsere Kanzlerin hat es mittlerweile kapiert und die Wahlkämpfer die in diesem Jahr auf Landes- und Bundesebene für ihre Parteien unterwegs sein werden, helfen sicherlich auch dabei ein entsprechend höheres Verständnis für Digitalisierung zu schaffen. Punkt eins ist also wohl lösbar.

Punkt 2, die Frage nach der Fähigkeit eine digitale Strategie zu entwickeln und tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen durchzusetzen, stimmt mich wesentlich trauriger. Gerade einmal die Hälfte aller befragten Arbeitnehmer glaubt das ihr Arbeitgeber in Zukunft noch in der Lage ist sein Geschäft abzuwickeln (nichts anderes bedeutet eine digitale Strategie!!). Das ist schlimm. Denn berücksichtigt man, dass es gerade die Arbeitnehmer sind die sehr oft die Möglichkeiten ihres Arbeitgebers gut bis sehr gut einschätzen können (das ist meine persönliche Erfahrung), dann muss man dieser sehr geringen Zahl viel Aufmerksamkeit schenken.

Im Video frage ich nach eurer Meinung. Was glaubt ihr, wie (mittelständische) Unternehmer es schaffen können eine digitale Strategie nicht nur zu entwickeln sondern auch im Unternehmen zu verankern? Antworten dürft ihr gerne in den Kommentaren zum Video oder auch zu diesem Beitrag geben.

Ich habe mich genau dazu vor ca. 3 Wochen mit einem Geschäftsführer Vertrieb in einem mittelständischen Unternehmen unterhalten. Dieser hat sich einen Plan ausgedacht, den ich für sehr reizvoll halte. Er möchte gerne einen einzelnen Mitarbeiter einstellen aktuelle Wertschöpfungsketten durchschaut, die Zukunftsfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells beurteilen kann und neue Möglichkeiten mit Produkten (seien es bestehende oder neue) oder Dienstleistungen Geld zu verdienen einschätzen kann. Dieser Mitarbeiter muss in der Lage sein, mit möglichst geringen Mitteln zunächst die Dinge auszuprobieren die am ehesten Erfolg versprechen und den größten Einfluss haben. Er sollte die Fähigkeit besitzen, seine Kollegen in den Fachabteilungen und die Geschäftsführung mit Hilfe belegbarer Zahlen zu überzeugen, dass neue Ideen erfolgreich umgesetzt werden können.

Für mich klingt die Idee reizvoll. Es dürfte nur schwer werden, diesen Menschen zu finden. Denn diejenigen die die genannten Fähigkeiten besitzen, halten sich oftmals nicht so gerne damit auf Widerstände in der Belegschaft und Geschäftsführung zu durchbrechen. Sie gründen eher ihr eigenes Startup, testen neue Ideen mit verschiedenen Ansätzen und geben für sich selber Gas.

Das zeigt (einmal mehr), wie wichtig es ist, dass mittelständische Unternehmen und Startups miteinander in Kontakt kommen. Für Startups sicherlich deshalb weil sie Kunden, Partner und Geldmittel suchen. Viel wichtiger ist es aber für mittelständische Unternehmen, von Startups zu lernen und deren Methoden zu verinnerlichen.

Soweit meine Idee (weiterentwickelt aus dem was mir unsere mittelständischen Partner erzählen), wie eine digitale Strategie in ein mittelständisches Unternehmen integrierbar ist. Auf eure Anregungen bin ich gespannt.

Und wenn das hier ein Mittelständler liest, der sich fragt wie er “das alles” schaffen soll, dann darf er mich sehr gerne anrufen: 0151/27536121. Ideen haben wir. Aber nicht nur das, wir setzen gerade ein richtig interessantes Projekt auf mit dem wir dem Mittelstand in NRW digitale Strategien näher bringen und sie in die Lage versetzen möchten, selber aktiv zu werden.

Zur Pressemitteilung von Randstad geht es hier lang.

Schon mal nach “Digitalisierung” gegoogelt?

Ich mache das regelmäßig. Einfach mal das Wort “Digitalisierung” in die Google Suche eingeben. Anfänglich (so vor 1-1,5 Jahren) war das noch richtig spannend. Heute ist es eher ernüchternd. Es verändert sich nicht so viel. Zumindest in der ganz normalen Google Websuche. Wenn wir aber im Newsbereich von Google nach “Digitalisierung” suchen, dann zeigt sich seit ein paar Wochen eine interessante Veränderung.

Damals, also vor ungefähr einem Jahr, waren die Suchergebnisse stark dominiert von Artikeln in der Huffington Post oder kleineren Onlinemagazinen in denen Berater selber Artikel zum Thema verfassen konnten. Ab und an war auch mal ein Artikel dabei, der es in die größeren Blätter geschafft hat. Vieles drehte sich um die Veränderungen in der Wirtschaft. Gesellschaftliches wurde gar nicht oder nur selten angesprochen. Meldungen die in irgendeiner Art darauf hinwiesen, dass die Digitalisierung ein Thema für unsere Politiker sein könnte hat man suchen müssen und nur selten gefunden.

Ich habe heute mal wieder “Digitalisierung” in die Suchmaschine eingegeben und direkt den Newsbereich angeklickt. Und, was hat sich verändert? Die ersten 10 Suchergebnisse sind von Plänen der Politik dominiert. Erst auf Platz 12 (Seite 2, ist schon nicht so gut) taucht ein Artikel der sich wesentlich mit dem Mittelstand beschäftigt auf.

In mir löst das Unmut aus. Unmut, weil ich aus Erfahrung weiß das es in vielen mittelständischen Unternehmen Themen gibt die mit der “Digitalisierung” zusammen hängen und mit digitalen Mitteln besser gelöst werden können. Aber Unmut auch deshalb, weil es in eben diesen mittelständischen Unternehmen zunehmend Aktivitäten in Sachen Digitalisierung gibt. Nur leider nimmt man das von Außen nicht so stark wahr, wie es sein könnte.

Stattdessen dominieren Politiker und Konzerne die Schlagzeilen. Nicht falsch verstehen. Ich freue mich, dass unsere Politiker das Thema in der Breite entdeckt zu haben scheinen. Und Konzerne sind immer diejenigen die wichtige Themen in der Wirtschaft zuerst anpacken. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der Mittelstand unterrepräsentiert ist.

Ist es denn wichtig, dass der Mittelstand bei der Digitalisierung auch in der Öffentlichkeit eine größere Rolle spielt? Ich meine “Ja!”. Die meisten Menschen in Deutschland arbeiten im Mittelstand. Hier betreffen also wesentliche Veränderungen einen großen Teil der Gesellschaft. Und weil Digitalisierung nicht nur eine technologische Herausforderung ist, sondern zu wesentlichen gesellschaftlichen Veränderungen führen wird, fände ich eine Berichterstattung darüber wie der Mittelstand Digitalisierung angeht interessant und wichtig.

Damit sind wir auch weg von den Schlagzeilen in den Google News. Dort wird viel über Technologien geschrieben und wenig darüber, welche echten Herausforderungen noch auf uns zukommen. Diese echten Herausforderungen werden heute auch im Mittelstand noch gar nicht diskutiert. Aber dort werden sie sehr schnell sichtbar werden, wenn die ersten Mittelständler Digitalisierung ernst nehmen.

Mit KMU Digital haben wir es uns zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung im Mittelstand zu begleiten und ein Stück weit erfolgreicher zu machen. Dazu bieten wir verschiedene Veranstaltungen an, führen Gespräche und geben konkrete Hinweise. Wir vernetzen den Mittelstand untereinander, geben Tipps wie Kontakte zu jungen digital denkenden Unternehmen zu Stande kommen können und helfen dabei Kontakte zu knüpfen. Das sind alles aber nur erste Schritte. Denn die Digitalisierung im Mittelstand ist Aufgabe der Inhaber und Geschäftsführer. Von Außen verändert man da gar nichts!

Und erst wenn Digitalisierung tief in den Köpfen mittelständischer Entscheider angekommen ist, werden sich auch die Schlagzeilen entsprechend verändern. Also machen wir weiter so und verstärken unsere Aktivitäten noch ein bisschen. 2017 ist das Jahr in dem die Voraussetzungen idealer sind als jemals zuvor. Also packen wir es an! 🙂

Mittelstand trifft Startups. Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels habe ich mich mit der generellen Herangehensweise und dem Nutzen von einer Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Startups beschäftigt. Außerdem habe ich drei Maßnahmen und deren Ziele konkret benannt. Heute wird es um drei weitere Maßnahmen gehen, mit denen Mittelständler auf Startups zugehen können.

Eine echte Partnerschaft

Ich schreibe das mit Absicht genau so. Denn viel zu oft erlebe ich, dass erste zaghafte Versuche, eine Partnerschaft zwischen Mittelstand und Startups scheitern, weil eine der beiden Parteien die andere nicht ausreichend ernst nimmt. Wertschätzung und eine klare Formulierung der gemeinsamen Ziele sind hier extrem wichtig.

Im Gegensatz zu einigen anderen Experten, sehe ich die Beauftragung eines Startups als Entwicklungpartner nicht als echte Partnerschaft an. In diesem Fall würde es sich um die Beauftragung eines Dienstleisters handeln. Ich verstehe unter einer Partnerschaft die Zusammenarbeit, mit der am Ende für beide Seiten wichtige Ziele erreicht werden. Wie die Partnerschaft “gewichtet” wird, welche Partei mehr Geld und welche mehr tatsächliche Arbeitszeit einfließen lässt, das ist zu klären. Wichtig ist aber, dass auf Augenhöhe agiert wird.

Welche Ziele fördern Sie mit dieser Maßnahme? Durch den engen Kontakt zu jungen Unternehmern fördern Sie das unternehmerische Denken Ihrer Mitarbeiter. Nicht im selben Maß wie bei der Durchführung von Startup-Events oder der Durchführung eines Accelerator-Programms, aber immerhin. Wichtiger ist die Tatsache, dass Sie durch eine gut durchdachte und umgesetzte Partnerschaft konkrete Probleme bei der Produktentwicklung oder der Umorganisation Ihres Unternehmens lösen können.

Investitionen in Startups

Gleich vorweg: Diese Maßnahme macht nach meiner Meinung aus Sicht eines Mittelständlers wenig Sinn. Außer Sie sind richtig groß und können mit einer geschickten Investition Ihre Marktführerschaft ausbauen bzw. zum Marktführer werden. Denn auch wenn mit der Investition in ein innovatives Startup die Hoffnung verbunden ist, dadurch Zukunftsmärkte erschließen zu können, ist das Risiko nicht unerheblich und der notwendige Zeitaufwand immens.

Wenn Sie aber investieren, dann seien Sie sich bewusst, dass ein Startup anders arbeitet als Sie es gewohnt sind. Auch wenn Sie die Hoffnung haben, Ihre Investition durch starke Einflussnahme abzusichern, sollten Sie sich zurückhalten. Zur Startup-Kultur gehört es auch, Dinge auszuprobieren und ggf. zu scheitern. Nicht als gesamtes Startup, sondern in kleinen Schritten während der Entwicklung hin zur echten Marktreife.

Welche Ziele fördern Sie mit dieser Maßnahme? Sie erschließen sich Zukunftsmärkte.

Übernahme von Startups

Ebenfalls ein heißes Eisen, dass ich nur denjenigen Mittelständlern empfehlen würde die viele finanzielle Ressourcen haben. Wenn Sie sich dazu entschließen eine Übernahme durchzuführen, dann stellen Sie sicher das sie das Startup in der Zukunft nicht ausbremsen und die Startup typische Arbeitsweise nicht behindern. Ansonsten laufen Sie Gefahr, viel Geld zu investieren und die gesteckten Ziele komplett zu verfehlen.

Welche Ziele fördern Sie mit dieser Maßnahme? Sie lösen ggf. eigene Geschäftsprobleme, erschließen sich neue Technologien und komplettieren Ihre eigene Dienstleistungs- und Produktpalette.

Mein Appell an Startups und Mittelstand

Das waren sechs denkbare Maßnahmen, die wahrscheinlich oftmals nicht in Reinform gelebt werden. Es wird vielfach zu Vermischungen dieser Maßnahmen kommen. Das ist nicht weiter schlimm, so lange alle Beteiligten auf Augenhöhe agieren und sich gegenseitig wertschätzen.

Und das ist mein Appell: Es ist wichtig, die “Sprache” und die Motive  der jeweils anderen Seite zu verstehen. Oftmals handelt es sich um komplett unterschiedliche Denkweisen, die erst einmal auf eine Linie gebracht werden müssen. Das hilft dabei, die Zusammenarbeit zu einem Erfolg zu machen. Auf der Seite der Startups beobachte ich im Ruhrgebiet eine große Bereitschaft diesen Schritt zu gehen und zu lernen. Oftmals wird diese Bereitschaft leider nur von den Konzernen und ganz großen Mittelständlern wahrgenommen und honoriert.

Mittelständler die eher ein paar Hundert als Tausende Mitarbeiter haben, tun sich aktuell noch schwer. Das mag damit zusammen hängen, dass auch das Thema Digitalisierung noch nicht richtig an Fahrt aufgenommen hat. Ich bin aber Zuversichtlich, dass sich dies sehr bald ändern wird.

Wir versuchen mit KMU Digital einen Beitrag zu leisten, der allen Beteiligten hilft und die Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Startups als einen wichtigen Baustein zum gelingen von Digitalisierung ermöglicht.

Ein interessantes Video zu diesem Thema habe ich auch noch gefunden:

Mittelstand droht bei Digitalisierung den Anschluss zu verlieren

Laut einer Studie der KFW Förderbank droht der Mittelstand in Deutschland bei der Digitalisierung den Anschluss zu verlieren. Letztendlich bestätigt diese Studie meine persönliche Einschätzung über die Chancenverwertung im Rahmen des digitalen Wandels. Worin die Ursachen hierfür liegen, darüber kann man trefflich streiten. Die 2.500 im Rahmen der Studie befragten Unternehmen führten an

  • dass die eigenen Mitarbeiter nicht über ausreichend IT-Kompetenz verfügen,
  • dass sie nicht erkennen könne, wie ausreichende Datensicherheit hergestellt werden kann und
  • das die Internetverbindungen nicht ausreichend seien

Letztendlich klingt das für mich nach der Suche nach dem Schuldigen. Selber weist man sich als Unternehmer wohl nicht so gerne die Schuld zu.

Meine Meinung ist da eine andere. Ich glaube, dass die oben genannten und die vielen anderen Gründe die man so hört und liest nur vorgeschoben sind. In Wirklichkeit stockt es bei der Digitalisierung, weil oft der Mut fehlt neue Wege zu gehen und Verantwortung auch auf die Schultern von Mitarbeitern zu legen.

Das führt zu folgender Aussage von KfW-Chefsvolkswirt Jörg Zeuner

Der Mittelstand hat sich zwar in den letzten Jahren mit der Digitalisierung befasst, aber er befindet sich noch in einem frühen Stadium und investiert zu wenig. Er schöpft das Potential der Digitalisierung bei weitem noch nicht aus.

Natürlich belegt die KfW als Förderbank diese Aussagen mit Zahlen. So hätten Mittelständler ihren Willen bekundet, die Ausgaben für Digitalisierung von derzeit 10 Milliarden Euro auf 11,5 Mrd. € bis 2018 zu steigern. Notwendig sind aber nach Einschätzung der KfW Steigerungen von mindestens 3 Mrd. €.

Kann man die Tatsache, dass die Digitalisierung stockt aber auch anders belegen? Dazu muss man eigentlich nur genau hinhören und hinsehen. Ich selber erlebe leider immer wieder Diskussionen in denen die Argumente gegen stärkere Bemühungen um die Digitalisierung spürbar von Mißtrauen und Angst geprägt werden. Dies führt zu Aussagen wie “Wer ist denn auf der Welt bitte innovativer als wir Mittelständler?” und anderen abenteuerlichen Argumenten.

Es nutzt aber alles gar nichts. Fest steht, dass durch den digitalen Wandel eine grundsätzliche Veränderung der Anforderungen entsteht. Die Geschwindigkeit der Märkte wird höher, Entscheidungen müssen schneller gefällt und fundierter belegt werden. Wer hier nicht die Potentiale digitaler Geschäftsprozesse nutzt, wird schnell abgehängt. Hinzu kommen sich verändernde wirtschaftliche Bedingungen. Wenn der Mitbewerber im Maschinenbau durch zum Beispiel Big Data Anwendungen in die Lage versetzt wird, Maschinen-Ausfallzeiten auf Null zu reduzieren und die Qualität der Produkte zu steigern, dann wirkt sich das auf die Preisgestaltung aus. Wer sich als Maschinenbauer mit diesen Chancen auseinander setzt, kann seine Produkte in Zukunft günstiger anbieten, ohne Marge zu verlieren.

Laut der KfW Studie haben bisher nur 20% der mittelständischen Unternehmer das Prädikat “digitaler Vorreiter” verdient. Ein drittel der befragten Unternehmen sind sogar als “digitaler Nachzügler” zu bezeichnen und somit besonders davon bedroht, den Anschluss zu verlieren. Zwar haben 80% der kleinen und mittleren Unternehmen bereits in Digitalisierung investiert. Oftmals handelt es sich dabei aber um Projekte, für die weniger als 10.000,00 € ausgegeben wurden.

Unternehmer sollten die Digitalisierung nicht nur dringend zur Chefsache erklären, sondern auch mutig in die Digitalisierung investieren. Mir ist klar, dass hier auch Risiken verborgen liegen, die bei falschen oder schlechten Entscheidungen Existenzbedrohend sind. Aber was ist die Alternative? Abgehängt werden und sich die nächsten Jahre irgendwie durchwursteln? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich damit als Unternehmer wirklich wohl fühlt.

Die Risiken lassen sich sehr gut verringern, wenn man eine Herangehensweise wählt, mit der man in den nächsten Monaten selber viel Erfahrung aufbauen kann. Unser Ziel bei KMU Digital ist es, dass kleine und mittelständische Unternehmer von der Erfahrung anderer Unternehmer profitieren können und sich nicht alles selber durch mühseliges Ausprobieren aneignen müssen. Dies trägt zum schnellen Erfahrungsaufbau bei.

Außerdem hilft es, zunächst einmal die verschiedenen Handlungsfelder zu identifizieren. Was lässt sich im eigenen Unternehmen grundsätzlich “Digitalisieren”? Wo muss ich als Unternehmer meine Einstellung und die Organisation meines Unternehmens verändern? Welche Themenfelder sind leichter umsetzbar und wo werden zwangsläufig größere Herausforderungen auf mich zukommen? Bin ich als Unternehmer ausreichend qualifiziert? Wo sitzen die Mitarbeiter die über ausreichende Qualifizierug verfügen heute und wo wären sie ggf. besser untergebracht? Dies und noch viele andere Fragen bzw. die Antworten darauf, ergeben dann eine etwas klarere Situation.

Wenn Sie als Unternehmer das Thema Digitalisierung angehen möchten, dann sprechen Sie uns gerne an. Wir kennen vielleicht die richtigen Ansprechpartner, können selber helfen oder wissen ggf. eine Antwort auf die eine oder andere Fragen. Sie erreichen mich persönlich unter d.arntjen@kmu-digital.net.

Mehr Informationen zur KfW Studie finden Sie hier.