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Deutsche Unternehmen verpassen (immer noch) den Anschluss

In unserem aktuellen Video “Die Frage der Woche – Veränderungskompetenz im Mittelstand” habe ich kurz die Zahlen einer aktuellen Studie im Auftrag von Randstad vorgestellt. Aus der Studie ist zu entnehmen, dass nur 68 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland glauben das  Unternehmen eine digitale Strategie für die Zukunft brauchen. Eine sehr niedrige Zahl, die leider noch unterboten wird. Nämlich von der Zahl 52%. So viele Arbeitnehmer glauben, dass ihr Arbeitgeber in der Lage ist diese Strategie zu entwickeln!

Ich sage es schon im Video: Erschreckend! Das nur 68% der Arbeitnehmer in Deutschland an die Notwendigkeit einer digitalen Strategie glauben, ist für mich nachvollziehbar. Lange Zeit wurde die Digitalisierung von sämtlichen Politikern wenig ernst genommen. Jedenfalls gibt es erst seit wenigen Monaten überhaupt ernsthafte Tendenzen dieses Thema auf die Agenda zu nehmen. Unsere Kanzlerin hat es mittlerweile kapiert und die Wahlkämpfer die in diesem Jahr auf Landes- und Bundesebene für ihre Parteien unterwegs sein werden, helfen sicherlich auch dabei ein entsprechend höheres Verständnis für Digitalisierung zu schaffen. Punkt eins ist also wohl lösbar.

Punkt 2, die Frage nach der Fähigkeit eine digitale Strategie zu entwickeln und tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen durchzusetzen, stimmt mich wesentlich trauriger. Gerade einmal die Hälfte aller befragten Arbeitnehmer glaubt das ihr Arbeitgeber in Zukunft noch in der Lage ist sein Geschäft abzuwickeln (nichts anderes bedeutet eine digitale Strategie!!). Das ist schlimm. Denn berücksichtigt man, dass es gerade die Arbeitnehmer sind die sehr oft die Möglichkeiten ihres Arbeitgebers gut bis sehr gut einschätzen können (das ist meine persönliche Erfahrung), dann muss man dieser sehr geringen Zahl viel Aufmerksamkeit schenken.

Im Video frage ich nach eurer Meinung. Was glaubt ihr, wie (mittelständische) Unternehmer es schaffen können eine digitale Strategie nicht nur zu entwickeln sondern auch im Unternehmen zu verankern? Antworten dürft ihr gerne in den Kommentaren zum Video oder auch zu diesem Beitrag geben.

Ich habe mich genau dazu vor ca. 3 Wochen mit einem Geschäftsführer Vertrieb in einem mittelständischen Unternehmen unterhalten. Dieser hat sich einen Plan ausgedacht, den ich für sehr reizvoll halte. Er möchte gerne einen einzelnen Mitarbeiter einstellen aktuelle Wertschöpfungsketten durchschaut, die Zukunftsfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells beurteilen kann und neue Möglichkeiten mit Produkten (seien es bestehende oder neue) oder Dienstleistungen Geld zu verdienen einschätzen kann. Dieser Mitarbeiter muss in der Lage sein, mit möglichst geringen Mitteln zunächst die Dinge auszuprobieren die am ehesten Erfolg versprechen und den größten Einfluss haben. Er sollte die Fähigkeit besitzen, seine Kollegen in den Fachabteilungen und die Geschäftsführung mit Hilfe belegbarer Zahlen zu überzeugen, dass neue Ideen erfolgreich umgesetzt werden können.

Für mich klingt die Idee reizvoll. Es dürfte nur schwer werden, diesen Menschen zu finden. Denn diejenigen die die genannten Fähigkeiten besitzen, halten sich oftmals nicht so gerne damit auf Widerstände in der Belegschaft und Geschäftsführung zu durchbrechen. Sie gründen eher ihr eigenes Startup, testen neue Ideen mit verschiedenen Ansätzen und geben für sich selber Gas.

Das zeigt (einmal mehr), wie wichtig es ist, dass mittelständische Unternehmen und Startups miteinander in Kontakt kommen. Für Startups sicherlich deshalb weil sie Kunden, Partner und Geldmittel suchen. Viel wichtiger ist es aber für mittelständische Unternehmen, von Startups zu lernen und deren Methoden zu verinnerlichen.

Soweit meine Idee (weiterentwickelt aus dem was mir unsere mittelständischen Partner erzählen), wie eine digitale Strategie in ein mittelständisches Unternehmen integrierbar ist. Auf eure Anregungen bin ich gespannt.

Und wenn das hier ein Mittelständler liest, der sich fragt wie er “das alles” schaffen soll, dann darf er mich sehr gerne anrufen: 0151/27536121. Ideen haben wir. Aber nicht nur das, wir setzen gerade ein richtig interessantes Projekt auf mit dem wir dem Mittelstand in NRW digitale Strategien näher bringen und sie in die Lage versetzen möchten, selber aktiv zu werden.

Zur Pressemitteilung von Randstad geht es hier lang.

Warum die digitale Transformation ein Thema der Geschäftsführung sein muss

Es gibt den digitalen Wandel. Das ist unbestritten. Unter diesen beiden Worten wird aber leider sehr viele zusammengefasst. Es gibt kein klares Bild, was denn nun eigentlich der Kern dieses Wandels ist und auf was es ankommt. Aktuell fassen viele Experten fast alles was an Veränderung in Unternehmen geschieht oder vermeintlich geschehen sollte, unter diesem Begriff zusammen. Dies führt dazu, dass sich im Grunde genommen niemand so richtig mit dem digitalen Wandel beschäftigt. Macht ja sicherlich schon jemand anders im Unternehmen. Ist nicht der eigene Fachbereich. Oder was auch immer…

Wir leben also in einer Zeit in der wir eine Transformation unseres Mittelstands dringend brauchen. Diese sollte weiter gehen, als einfach nur bestehende Geschäftsprozesse in Unternehmen zu optimieren. Darum geht es im Kern nämlich nicht ausschließlich, wenn wir uns die Digitalisierung einmal genau anschauen. Es geht vielmehr um einen tiefgreifenden, alles verändernden Wandel. Dieser Wandel wird zwar durch neue technologische Möglichkeiten erst durchführbar, hat aber im Grunde genommen gar nichts mit Technologie an sich zu tun.

Der digitale Wandel verändert alles

Er vernichtet komplette Geschäftsmodelle.
Er bewirkt die Automation von Arbeit, die wir bisher für nicht automatisierbar hielten.
Er führt zu einer riesigen Menge an Informationen, die wir alle verarbeiten müssen.
Er stellt jeden einzelnen Menschen vor die Herausforderung, immer schneller Veränderungen zu akzeptieren.
Er verändert jeden einzelnen Prozess unserer Arbeitswelt.
Er macht etablierte Geschäftsmodelle angreifbar.

Dies sind nur einige wenige Punkte, die allerdings schon deutlich machen wie stark die heranrollende Welle der Veränderung wirklich ist. Das sollte niemand, und schon gar nicht Entscheider und Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen, unterschätzen oder falsch bewerten.

Und weil der digitale Wandel (oder die digitale Transformation oder die Digitalisierung) eben ein so tiefgreifender Wandel ist, gehört dieses Thema auf die Agenda der höchstmöglichen Entscheidungsebene in jedem Unternehmen!

Was die IT Abteilung mit der Digitalisierung zu tun hat

Die IT Abteilung ist in dem ganzen Spiel Dienstleister und Helfer bei der Suche nach geeigneten Lösungen. Sie hat dafür Sorge zu tragen, dass die Infrastruktur zu den neuen vielfältigen Herausforderungen passt.
Der digitalen Wandel hat sehr viel mit Daten zu tun. Daten die übertragen werden wollen. Daten die gespeichert werden wollen. Daten die ausgewertet werden wollen.

Deshalb ist IT-Infrastruktur wichtig. Unternehmen brauchen Speicherplatz, Rechenkapazität, die richtige Software für
die neu zu gestaltenden und die zu optimierenden Prozesse. Alles das sollte eine gute IT-Abteilung liefern und bereitstellen. Das heißt aber nicht, dass die IT-Abteilung den digitalen Wandel managed und maßgeblich die Richtung vorgibt. Die IT-Abteilung tut das was notwendig ist, um die Entscheidungen der höchstmöglichen Management-Ebene zu unterstützen und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu ermöglichen.

Der Faktor Mensch im digitale Wandel

Wenn wir über den digitalen Wandel schreiben und sprechen, dann verlegen wir uns sehr schnell auf Technologien, Geschäftsmodelle, Prozesse, Entscheidungswege und viele andere eher theoretisch technische Dinge. Oftmals wird dabei außer acht gelassen, dass der digitale Wandel die tiefgreifendste Veränderung unseres Gesellschaft und Arbeitswelt ist, die wir jemals erfahren haben.

Ja. Richtig. Die neuen Technologien helfen dabei, alles umzubauen was an unserer Gesellschaft umzubauen ist. Letztendlich werden wir, bedingt durch die Digitalisierung, tiefgreifende Veränderungen unserer Weltgemeinschaft erleben und zu managen haben.

Auch deshalb ist es wichtig, dass der digitale Wandel in mittelständischen Unternehmen von der höchsten Führungsebene koordiniert und entschieden wird. Denn nur von dort aus kann es gelingen, die Mensmen-139840_1280chen im Unternehmen mitzunehmen. Wer schon einmal eine Umstrukturierungsmaßnahme miterlebt und begleitet hat, wird wissen wie schwerwiegend sich schon kleine Veränderungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit, die Motivation und das Teamgefühl auswirken.
Der digitale Wandel bringt aber keine kleinen Veränderungen mit sich, sondern extrem große. Diese Veränderungen werden die zu leistende Arbeit verändern, weniger menschliche Arbeit wie wir sie heute kennen notwendig machen und am Ende dazu führen, dass mittelständische Unternehmen komplett “umgebaut” werden. Wenn die Führungsebene diesen tiefgreifenden Wandel nicht gegenüber den Mitarbeitern kommuniziert, Entscheidungen begründet und erläutert sowie offen über Schwierigkeiten und Probleme spricht, dann wird der Wandel nicht gelingen.

Auch wenn die Digitalisierung zu weniger Arbeitsplätzen führt, werden mittelständische Unternehmen auch in Zukunft zufriedene, motivierte, engagierte, mitdenkende und eigenständig handelnde Mitarbeiter brauchen. Also sollten Unternehmer diese Mitarbeiter unbedingt “abholen” und “mitnehmen” auf dem Weg zu einer stark digitalisierten Welt.

Der Tornado Digitalisierung

Seit dem wir KMU Digital aktiv mit Leben füllen, diskutiere ich fast jede Woche mit Mittelständlern, Einzelpersonen, StartUps und anderen Mitspielern unserer Wirtschaft. Diese Diskussionen drehen sich um die Digitalisierung, Disruption von Geschäftsmodellen, starke Veränderung aller Arbeitsprozesse und auch darum, dass der digitale Wandel uns alle vor sehr große Herausforderungen stellen wird.

sea-737869_1280Viele der Menschen mit denen ich spreche, erkennen an, das der Wandel im Gang ist. Die allermeisten sehen aber nicht, wie tiefgreifend sich gerade unsere Wirtschaft in Deutschland verändern wird. Was ist der Grund dafür?

Ich glaube, dass es dafür keine ganz einfachen Erklärungen gibt. Es gibt aber eine sehr zentrale Ursache dafür, dass die Veränderungen nicht als so stark anerkannt werden, wie sie wirklich sind:

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Veränderungen begreift er nur sehr langsam. Die technologischen Entwicklungen die den digitalen Wandel erst ermöglicht haben, schreiten so schnell voran, dass das Gewohnheitstier Mensch lange nicht alle Aspekte begreifen kann und möchte. Vor allem die Dinge, die am Ende zu sehr tiefgreifenden Veränderungen führen, werden nur langsam aufgenommen und akzeptiert. Langsam ist in Sachen Digitalisierung ganz schlecht, vollzieht sich doch der Wandel immer schneller.

Ein Sprecherin auf dem Wirtschaftsforum in Münster am 30.03.2016 hat diesen Wandel mit einem sich immer schneller drehenden und bewegenden Tornado verglichen. Auch wenn das Bild sehr apokalyptisch ist, trifft es ganz gut zu. Zumindest dann, wenn wir es nicht schaffen den Wandel für uns zu nutzen.

office-620817_1280Und jetzt? Wie gehen Mittelständler am besten vor?

Zunächst einmal gilt es anzupacken. Das ist eine große Stärke unseres Mittelstands und diese Tatsache gibt mir wiederum sehr viel Hoffnung, dass wir den Sprung insgesamt noch sehr gut schaffen werden.

Wer anpackt, sollte dies allerdings nicht einfach blind tun. Es gilt, den Blick auf jeden einzelnen Geschäftsbereich zu richten. Wie arbeitet das eigene Unternehmen in diesem Bereich heute? Welche Potentiale, Digitalisierung zu nutzen verbergen sich? Wie stark würde sich die Digitalisierung auswirken? Wie entscheidend ist der jeweilige Geschäftsbereich für den Unternehmenserfolg? Wie tiefgreifend würde sich Digitalisierung auf die Mitarbeiter, die Arbeitsprozesse und das zu Grunde liegende Geschäftsmodell auswirken?

Mit den Antworten auf diese Fragen (vielleicht fehlt auch noch die eine oder andere) lässt sich eine Art Prioritätenliste entwickeln. Aus der Prioritätenliste lassen sich wiederum Projekte ableiten, die in der Folge aktiv angegangen und umgesetzt werden müssen (ja, müssen!).

Mindestens bei der Analyse der aktuellen Situation aber auch später und Projektunterstützend, kann es durchaus sinnvoll sein, erfahrene Experten von Außen dazu zu holen. Diese Experten sollten unbedingt die Kompetenz besitzen, Technologien einschätzen zu können und Menschen bei Veränderungen “mitzunehmen”. Mit Hilfe des Blicks von Außen, der Erfahrung externer Experten und deren Fähigkeiten wird es gelingen die Wandel für das mittelständische Unternehmen erfolgreich zu vollziehen.

Zusammengefasst

Digitalisierung ist also nicht so sehr eine Frage der Technologie, als vielmehr eine Frage nach der Veränderung von Prozessen und Geschäftsmodellen. Technologie ermöglicht diese Veränderungen zwar, ist aber (wie eigentlich immer) nur das gewählte Mittel zur Erreichung eines bestimmten Zwecks.

Mittelständler müssen sich zunehmend den Herausforderungen stellen, die durch den digitalen Wandel vollkommen automatisch und innerhalb eines gewissen Zeithorizonts auch sehr vorhersehbar auf sie zukommen. Dazu müssen sie unbedingt die eigenen Mitarbeiter “mitnehmen”. Die Einstellung und Denkweise jedes Einzelnen muss zu den Veränderungen die die Digitalisierung möglich und notwendig macht passen.

Dazu sollte die Führungsebene möglichst viel erläutern und erklären. Die oftmals tief sitzende Mentalität, der absoluten Entscheidungs- und Deutungshoheit durch Führungskräfte ist das erste was ein Mittelständler im Zuge seines ganz eigenen digitalen Wandels über Bord werfen sollte. Wenn dies gelingt und wenn jeder einzelne Mitarbeiter in die anstehenden Veränderungen einbezogen wird, dann kann auch der digitale Wandel des gesamten Unternehmens gelingen.

Dabei ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern notwendige Evolution. Die gesamte Wirtschaft, alle Institutionen und jeder einzelne von uns unterliegt ihr bereits heute. Dieser Wandel wird sich in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen und zu erheblichen Veränderungen führen.

Ich möchte Mut machen, den Wandel anzupacken und strukturiert zu vollziehen. Ablehnung hilft nicht und kostet viel mehr als es der erfolgreiche Wandel Ihres Unternehmens tut.

 

 

 

“Die Berater” – Am 25.02.2016 mit dem Thema “Die Genrationenfrage: Wie tickt die Generation Y?”

Am 25.02.2016 geht “Die Berater” in die zweite Runde im Jahr 2016. Nachdem wir zuletzt die Frage beantwortet haben, ob mit Hilfe von Online Vertrieb Vertriebsmitarbeiter ihren Job loswerden, widmen wir uns im Februar der Frage nach der optimalen Ansprache verschiedener Generationen im Vertriebsprozess. Dazu wird Sebastian Berg von der Buhr & Team Akademie Impulse liefern und alle Teilnehmer zum mitmachen bewegen.

Unsere “Die Berater” Veranstaltungen sind immer sehr dynamisch und der Austausch unter den Teilnehmern ist sehr intensiv. Das wird am am 25.02.2016 nicht anders sein. Wir möchten uns an diesem Abend der Generationenfrage zuwenden. Ist es notwendig, Entscheider und Kunden unterschiedlicher Generationen auf unterschiedliche Art und Weise anzusprechen? Welche Unterschiede gibt es eigentlich? Zu welcher Generation gehören Sie in Ihrem “Innersten”? Beeinflusst Ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation auch Ihre Kaufentscheidungen?

Wie immer starten wir um 18.00 Uhr mit dem Einlass. Ab 18.30 Uhr ist das Buffet eröffnet und der aktive Austausch kann beginnen.

Agenda

18.30 Uhr – Eröffnung des Buffets
Die Teilnehmer registrieren sich und knüpfen erste Kontakte zu anderen Gästen. Das Buffet ist eröffnet.

19.00 Uhr – Begrüßung durch Eva Ihnenfeldt und Dennis Arntjen sowie Vorstellung der Teilnehmer.

19.30 Uhr – Impulsvortrag: „Generation Y. Ist Ihre Mitarbeiter- und Kundenkommunikation auch von gestern?“ Sebastian Berg erarbeitet in seiner Keynote gemeinsam mit allen Teilnehmern wichtige Punkte.

20.00 Uhr – Frage- und Diskussionsrunde

20.35 Uhr – Pause

20.50 Uhr – Ergebnisrunde: Die nächsten Schritte

21.30 Uhr – Langsames Ausklingen

Anmeldung

Tickets für die Veranstaltung kosten für KMU Digital Mitglieder 15,00 € inkl. MwSt. Wer noch nicht Mitglied ist, zahlt 27,00 € zzgl. MwSt. Essen, Getränke und viele neue Erkenntnisse und Idee sind jeweils enthalten.

Die Tickets erhalten Sie hier bei Xing. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, da wir maximal 30 Tickets verkaufen. Diese Teilnehmerzahl stellt sicher, dass unser Thema ausreichend diskutiert werden kann. Außerdem erleichtert es den Austausch der Teilnehmer untereinander.

Unsere Veranstaltungsreihe „Die Berater“

Mit KMU Digital verfolgen wir das Ziel, Wissen zum digitalen Wandel zu vermitteln und unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Mit „Die Berater“ haben wir eine Veranstaltungsreihe konzipiert, mit der wir Wissen zu vielen Themen rund um den digitalen Wandel vermittelt wird. Durch Impulsvorträge, offene Sessions und konstruktiven Austausch gehen unsere Teilnehmer nach jeder Veranstaltung mit viel frischem Wissen nach Hause und wenden dieses Wissen zukünftig an.

Den Titel „Die Berater“ haben wir aus zwei Gründen gewählt. Zum einen ist jeder in seinem Fachbereich Spezialist und somit auch in der Lage, andere zu genau diesem Bereich zu beraten. Außerdem möchten wir mit vielen unserer Veranstaltungen Unternehmensberater und Vertriebler erreichen, die vom Wissen anderer profitieren und dieses Wissen bei der Arbeit mit den eigenen Kunden anwenden können.

Innovationsprozesse in mittelständischen Unternehmen

Dieser Beitrag stellt nicht so sehr die Information darüber dar, wie Innovationen in mittelständischen Unternehmen gesucht, gefunden und zugelassen werden sondern soll anregen und dazu beitragen, die Kommunikation zu diesem wichtigen Thema auf eine geeignete Bühne zu heben. Die Idee dazu hatte ich an diesem Wochenende auf Grund eines Gesprächs zu einem Innovationsprozess der von einem großen Konzern gelebt wird. Was dort geht, muss doch auch anderswo funktionieren?! Als Leser der SteadyNews haben Sie sicherlich auch eine Meinung und Erfahrungen dazu? Das Kommentarfeld ist offen 😉 ….

Inhalt

  • Warum Ideen zulassen?
  • Prozess zur Ideenfindung
  • Mein Appell

Warum Ideen zulassen?

Ich habe selber sehr lange für große Unternehmen gearbeitet und konnte dort die Erfahrung machen, dass Ideen nur äußerst selten zugelassen werden. Zumindest wenn sich diese Ideen mit dem Kern des Geschäftsmodells auseinander setzen. Für meine Arbeitgeber hätten das Ideen zum optimalen Handling von Geschäftsprozessen sein können oder innovative Ansätze, die Menge an gedruckten Dokumenten drastisch zu reduzieren.

Zugelassen wurden diese Ideen aber so gut wie nie. Wenn Innovation “passierte”, dann meistens von oben. Sehr oft am Markt und an den Kunden vorbei. Dies führte dazu, dass die Idee irgendeines Entwicklers oder Produktmanagers mit Hilfe eines Provisionsmodells “durchgedrückt” wurde. Nicht die Attraktivität des neuen Produktes entscheid darüber was verkauft wurde, sondern der Geldbeutel des Vertriebs.
In einem Fall wurde es richtig kurios. Wir hatten damals als einer der ersten Hersteller eine wirklich mächtige OCR Erkennung in Form einer Software im Angebot, die im Bundle mit einem Multifunktionalen Kopiersystem gar nicht teuer gewesen ist. Der Verkauf dieses Produktes wurde sehr gut mit einer Sonderprovision belohnt. Und wenn wir als Vertriebsmitarbeiter innerhalb von 6 Monaten eine bestimmte Menge dieser Softwarelizenzen abgesetzt haben, dann gab es noch einmal sehr viel Geld oben drauf. Also ein starker Anreiz Lizenzen zu verkaufen. So richtig beschäftigt hat sich aber an sich niemand mit dem Produkt. Den Kunden wurden die Lizenzen einfach auf das jeweilige Angebot drauf gerechnet. Am Ende landete dann die Installations CD im Unterschrank des Kopierers und wurde bis zum Vertragsende nicht mehr angerührt. Oft wusste der Kunde gar nicht, dass er diese Software gekauft hatte. Und warum? Weil der Nutzen nicht gegeben war und weil sich deshalb kein Vertriebler auf eine Diskussion mit Kunden einlassen wollte. Die Software war so günstig und das Provisionsmodell dermaßen gut, dass es sich gelohnt hat Marge zu verlieren (!!!) und lieber die CD in den Unterschrank zu packen.

Was sagt uns dieses Beispiel? Es passiert viel zu oft, dass Ideen von oben herab in eine Organisation getragen werden. Oft wird dabei nicht auf das gehört was an der Basis gedacht und gesagt wird. Ideen “von unten” werden nicht zugelassen. Mit fatalen Folgen, die für ein mittelständisches Unternehmen sogar mit dem Bankrott enden können.

Prozess zur Ideenfindung

An dieser Stelle kann ich nicht viel schreiben. Ich möchte keinen Prozess beschreiben, sondern hoffe auf gute Ideen und Beispiele von Ihnen.

Ich schreibe nur ganz kurz etwas dazu, warum ein Prozess zur Ideenfindung meiner Meinung nach wichtig ist. Man könnte ja sonst auf die Idee kommen, das Prozesse Ideen eher in zu enge Bahnen lenken und somit Innovation verhindern. Dem ist aber nicht so:

Prozesse sind im Grunde genommen nichts anderes als verbindliche Regeln für den Umgang mit bestimmten Geschäftsvorfällen und Anforderungen. Mit Hilfe eines Prozesses wird festgelegt, welche Person im Unternehmen welche Arbeitsschritte durchzuführen hat, wenn eine bestimmte Sache passiert. Im Falle der Ideenfindung kann die Geschäftsführung also verbindlich festlegen, wie eine Idee die verschiedenen Abteilungen durchläuft, wann sie von wem vor welchem Gremium präsentiert wird und wer letztendlich darüber entscheidet ob diese Idee weiter verfolgt wird oder nicht. Der Prozess sorgt aber auch dafür, dass Ideen nicht wild kommuniziert werden, sondern vorher vom Ideengeber durchgerechnet und im Details beschrieben werden.

Soweit meine Meinung, warum ein Prozess zur Ideenfindung sinnvoll ist. Und jetzt Sie 🙂 …

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Mit KMU Digital möchten wir unter anderem den Austausch zwischen mittelständischen Unternehmen und StartUps fördern. Die Idee dahinter ist unter anderem, unseren vielen Mittelständlern aufzuzeigen wie Innovation heute funktioniert und welche Prozesse StartUps dazu nutzen, innovative Ideen zu entwickeln.

Ich habe letzten irgendwo den Satz gehört, der Mittelstand sei ausreichend Innovativ und mit unseren vielen Ingenieuren wären wir in Deutschland sehr gut aufgestellt. Dazu sage ich nur ein Wort: “Nein!”. Auf dieser Denke sollten wir uns nicht ausruhen. Wir müssen dringend daran arbeiten, mehr Innovationen zu schaffen und auch einmal mit einer Idee an den Markt heran zu treten die nur zu 80% ausgereift ist. Dort – am Markt – wird sie sich weiter entwickeln und zu weiterer Innovation führen.