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#Blogparade: Die heftigste Veränderung die uns die Digitalisierung in den nächsten 5 Jahren bringen wird!

Was ist Deine Meinung zu der Frage “Was wird die heftigste Veränderung durch die Digitalisierung in den nächsten 5 Jahren sein?”

  • Glaubst Du, dass sich unsere Arbeitswelt stark verändern wird?
  • Werden es grundlegend neue Geschäftsmodelle sein? Wenn ja, welche?
  • Wird uns die Blockchain vollkommen neue Wege ermöglichen, Geschäfte zu machen?
  • Betrifft die Digitalisierung in erster Linie gesellschaftliche Veränderungen und werden wir deshalb heftige politische Veränderungen erleben?

Oder welche Veränderung wird Zuhörer Deiner Meinung nach noch in 50 Jahren aufrütteln, wenn Zeitzeugen berichten?

Warum eine Blogparade genau zu dieser Frage?

Genau darum dreht sich diese Blogparade. Viele Experten rücken die unterschiedlichsten Dinge in den Fokus. Ich bin mir sicher, jeder dieser Experten hat recht mit dem was er ankündigt und propagiert. Aber was letzten Endes die wirklich grundlegenden Veränderungen angeht, kann niemand eine Vorhersage treffen.Nur Vermutungen anstellen.

Um einmal ein umfassendes und vor allem an einer Stelle gesammeltes Bild zu sehen, möchte ich eure Beiträge sammeln und in einem eigenen Beitrag verlinken. Dies ergibt dann eine interessante Sammlung, die Ausgangspunkt für eine spannende Lektüre unterschiedlichster Blogs zum Thema Digitalisierung sein kann.

Ich freue mich, wenn möglichst viele Enthusiasten, Gegner, Warner, Utopisten und/oder Realisten ihre Meinung kund tun und sich an dieser Blogparade beteiligen.

Was ist eine Blogparade eigentlich?

Jede Blogparade beginnt mit einem Aufruf wie dem ganz am Anfang dieses Beitrags. Immer liegen eine Frage oder ein bestimmtes Thema zu Grunde. Dazu schreiben dann (hoffentlich viele) Blogger einen Beitrag der die Frage beantwortet und ggf. weiteres Hintergrundwissen liefert.

Mit einer Blogparade möchte der Initiator Antworten auf Fragen erhalten, Meinungen vergleichen, Tipps sammeln und eine Vernetzung gleichartiger Blogs erreichen.

Jeder der diesen oder einen anderen Aufruf zu einer Blogparade liest, kann daran teilnehmen. Das heißt, wenn er die Möglichkeit hat irgendwo einen Artikel digital zu veröffentlichen.

Was passiert mit den Artikeln zu dieser Blogparade?

Ich werde alle Artikel die zu dieser Blogparade eingereicht werden hier im Blog anteasern und verlinken. So entsteht die oben erwähnte Sammlung wertvoller Artikel und gleichzeitig eine kleine Sammlung interessanter Blogs die sich mit der Digitalisierung beschäftigen.

Außerdem nehme ich alle Blogger in einer extra Twitter-Liste auf. Wer diese Liste abonniert, wird in Zukunft immer alle Neuigkeiten von euch erfahren und die Sammlung lesenswerter Blogs hat auch in Zukunft einen Sinn.

Zusätzlich werde ich eine kleine Auswertung erstellen. Anhand dieser Auswertung soll am Ende erkennbar sein, welche Themenbereiche von wie vielen Experten als relevant erachtet werden. So sehen wir vielleicht etwas klarer, welche Veränderungen für die Zukunft erwartet werden.

Und natürlich bekommt jeder der einen Artikel einreicht jeweils mit einreichen des Links einen Tweet sowie einen Facebook-Beitrag. So sehen noch mehr Leser welche Beiträge eingereicht wurden und was Du als Experte zu der Frage zu sagen hast.

Gibt es Rahmenbedingungen?

Nicht großartig kompliziertes. Nur:

  • jeder Artikel zur Blogparade sollte hier in den Kommentaren oder per eMail an mich (d.arntjen@kmu-digital.net) vom jeweiligen Autor “gemeldet” werden.
  • Wenn ihr mögt, nutzt den Hashtag #DrasticDigitalChange und natürlich außerdem #Blogparade für die Verbreitung eures Beitrags
  • Die Blogparade läuft bis zum 15.02.2018. Jeder Beitrag der bis zu diesem Zeitpunkt eingereicht wird, nimmt teil und wird in die Zusammenfassung sowie in die Auswertung aufgenommen.

Das war es schon. 🙂

Ich freue mich auf viele tolle Beiträge, ganz viel Meinung und richtig viel geteiltes Wissen!

Und hier sind sie 😉

  1. Der erste Beitrag stammt von Alexander Schreiner. Alexander schreibt über die Jobsituation in der Zukunft bzw. über die Auswirkungen die die Digitalisierung auf unsere Jobs haben wird.
    Unter dem Titel “Digitalisierung lässt grüßen: Wohin mit unseren Jobs?” reicht er den ersten Beitrag ein.

#DWNRWSummit 2017

Der #DWNRWSummit fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Nach dem Summit in Essen im letzten Jahr hatte ich mir eigentlich vorgenommen, dieses Jahr nicht mehr hinzugehen. Direkt vorab: Ich bin froh das ich da gewesen bin! (Ich musste zwar da sein, weil wir am Abend unser Startup Kickern nach Düsseldorf tragen durften, aber trotzdem. Es hat sich gelohnt!)

Workshops und Vorträge

Die Agenda war mindestens genau so prall gefüllt wie im letzten Jahr. Das muss nicht immer gut sein, konnte sich aber dieses Jahr sehen lassen.

Ich bin kein großer Freund von vielen Vorträgen aus der Ecke Sponsoren & Co. Deshalb konzentriere ich mich oftmals eher auf Workshops bzw. eher kleine Runden an denen ich dann teilnehme. Trotzdem konnte ich auch Highlights auf der großen Bühne finden.

Hier meine Top 3:

  • Program oder be programmed – Warum wir alle Code verstehen sollten.
    Von und mit Güncem Campagna, Codingschule
    Ich bin seit unserem Hackathon in Essen ein großer Freund der Codingschule und war deshalb schon bei der Ankündigung begeistert. Güncem kannte ich noch nicht, aber das ist ja nicht schlimm. 😉
    Meine feste Überzeugung ist es, dass wir alle mindestens verstehen sollten was sich hinter dem ganzen Digitalkram verbirgt. Und da Digitalkram oft (immer) Software beinhaltet, will ich wissen wir das geht und was sich hinter den Dingen verbirgt.
    Ich finde es wichtig, dass es Institutionen wie die Codingschule gibt, die schon Kindern nahe bringen was Programmieren bedeutet und wie sie diese Fähigkeit für sich nutzen können. Hut ab!
    Der Vortrag drehte sich im Wesentlichen um die Codingschule und der dahinter stehenden Idee. Aber es ist ja auch klar, dass 30 Minuten nicht ausreichen, tief ins Thema einzusteigen.
  • Warum NRW ein Ökosystem für Gründer benötigt
    Von und mit Dr. Christian Lüdtke, etventure // Initiativkreis Ruhr
    Ich persönlich weiß warum das so wichtig ist. Insbesondere mit Blick durch die Ruhrgebietsbrille ist das vollkommen klar und deutlich erkennbar. Es gibt aber eben auch immer noch diejenigen die das nicht verstanden haben. Und denen die Augen zu öffnen ist Dr. Christian Lüdtke angetreten. Er ist neuer Beauftragter für Gründerförderung beim Initiativkreis Ruhr und trägt damit eine schwere Last.
    In seinem Vortrag ist er auf die Bedeutung eines starken Startup Ökosystems für die Digitalisierung der Wirtschaft in NRW eingegangen und hat einige wichtige Punkte genannt. So macht er deutlich, dass er für den Initiativkreis das tun möchte, was wir unseren Kunden mit KMU Digital, Digitaler Wandel NRW, Startupsruhr.de und diversen anderen Projekten bereits anbieten. Etablierte Unternehmen an Startups heranführen und so für alle Beteiligten einen deutlichen Schritt nach vorne ermöglichen.
  • Impulsvortrag über die DNA erfolgreicher Gründer
    Von und mit Torsten Jensen, Bundesverband Deutscher Startups
    Es wird wahrscheinlich recht deutlich, dass ich meine Top 3 nicht unbedingt ausgewählt habe weil ich die Themen und Inhalte für hoch innovativ halte. Viel mehr habe ich sie gewählt, weil ich die drei Dinge herausstellen möchte die meiner Meinung nach für eine erfolgreiche Gestaltung unserer Zukunft (sie wird digital sein, dass muss ich wohl nicht extra betonen) wichtig sind.
    So auch der kleine aber feine Einblick in die DNA erfolgreicher Gründer. Gründung, Startups und Innovation generell werden in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Da ist es gut zu wissen, woran wir erfolgreiche Gründer erkennen können.

Networkingabend mit Startup Kickern

Großartig. Mein persönliches Highlight (immer wenn Kickertische in der Nähe stehen, sind diese mein Highlight!) war der Networkingabend mit dem Startup Kickern, dass ich organisieren und gemeinsam mit unserem Partner Mein Kicker.com durchführen durfte.

Dank unseres Sponsors eTrado sowie der großzügigen UNterstützung des DWNRW Teams konnten wir 10 Kickertische aufbauen und bespielen.

Hier einige Highlights in Bildern:

#kickern #startup #dwnrw #dwnrwsummit #sponsor @etrado

Ein Beitrag geteilt von Dennis Arntjen (@kmu_digital) am

Entgegen unserer üblichen Spielweise haben wir dieses Mal auf einen Turniermodus verzichtet. Für alle Spieler ging es gegen einen NRW Kickermeister um Sieg oder Niederlage. Wer es geschafft hat 3 Tore zu schießen, konnte sich über einen Amazon Gutschein freuen.

Das war koks.digital 2017: Top Speaker, tolle Themen und Netzwerken vom feinsten

In diesem Jahr fand die Online Marketing Konferenz koks.digital zum zweiten Mal statt. Noch größer, noch besser besetzt und mit noch viel mehr interessanten und hilfreichen Informationen! Also gleich vorweg: Das war top!

Ich fange als besser ganz von vorne an. 🙂

Meine persönliche Agenda für koks.digital 2017

  1. Digitaler Vertrieb von erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen.
    Speaker: Marcel Schöne von uppr
  2. Youtube Marketing
    Speaker: Patrick Pape von morefire
  3. Content Marketing: Für jede Lösung ein Problem!
    Speaker: Nadine Krewenka & Charlotte Stolp von diva-e
  4. Influencer Marketing – Reichweite durch Meinungsführer?
    Speaker: Wahid Rahim von RankSider
  5. Whitehad Facebook – Blackhat Ergebnisse
    Speaker: Ben Küstner von Social Marketing Nerds und Pottsalat
  6. Von 0 auf 600.000 Social Visits in nur 3 Monaten
    Speaker: Jan Stranghöner von Social Marketing Nerds & Alexander Boecker von FUNKE Mediengruppe

Das ganze natürlich unterbrochen von einer leckeren Currywurst am Mittag und diversen Kaltgetränken über den Tag verteilt! 😉

Vortrag 1: Digitaler Vertrieb von erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen

Leider habe ich von diesem Vortrag nicht ganz alles mitbekommen. Marcel hat jedenfalls sehr detailliert und gut untermauert viele Informationen dazu preisgegeben wie er persönlich erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen digital vermarktet. Sein Ansatz ist dabei sehr Zahlengetrieben. Jeder kleine Schritt wird gemessen und dokumentiert. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird dann die Strategie optimiert.

Das meiste was ich hier wiedergebe leite ich aus den Folien von Marcel ab. Ich hoffe, dass ihr dadurch trotzdem einen guten EInblick in das Thema bekommt.

Nach dem recht theoretischen Einstieg den Marcel dazu genutzt hat etwas zur klassischen Definition von Zielgruppen zu sagen ging es direkt in die Vollen. Es wurde sehr schnell klar, dass Marcel nicht wirklich “klassisch” an das Thema digitaler Vertrieb herangeht. Zielgruppen klassisch definieren? Warum, wenn man es im Digitalen auch anders machen kann. Nämlich Ereignis und Nutzenbasiert!

Was heißt das? Marcel bringt es auf den Punkt: Egal wie hoch mein Haushaltseinkommen ist und wo ich wohne, wenn meine Heizung im Keller jetzt kaputt ist, brauche ich schnell eine neue bzw. jemanden der mir meine bestehende Heizung repariert. Ein Definition der Zielgruppe über Sinus-Milieus oder andere klassische Herangehensweisen wäre in diesem Fall wohl nicht sehr zielführend.

Das schöne ist, wir sind heute in der Lage im Vertrieb auf solche Ereignisse sehr gezielt zu reagieren. Im Fall einer defekten Heizung, werden sehr viele Menschen als allererstes Google nutzen um Hilfe zu erhalten. Und zack, jetzt wissen wir etwas über den Kunden was wir nach klassischer Definition nicht gewusst hätten!

Nicht viel anders ist es, wenn die Heizung nicht in diesem Augenblick defekt ist sondern sich eine Person aus der Zielgruppe nur grundsätzlich darüber informiert was sie zum Beispiel in Sachen Umweltschutz oder bei einer gesetzlichen Änderung tun kann um die eigene Heizungsanlage optimal zu gestalten. Auch hier wissen wir als digitale Vertriebler sehr schnell, dass dieser Kunden irgendwann das Bedürfnis haben wird, seine Heizung zu erneuern. Wenn wir ihn ab dem Zeitpunkt der ersten Äußerung seines Bedürfnisses “begleiten” und mit für ihn relevantem Content versorgen, dann steigen unsere Vertriebschancen enorm!

Was sagt Marcel, wie wir an die Kunden herantreten sollten um ein optimales Ergebnis zu erzielen? Kommt drauf an und würde ich testen, ist da vereinfacht gesagt seine Antwort. Er hat in seinem Vortrag zwei vollkommen unterschiedliche Herangehensweisen vorgestellt und mit jeweils einem Beispiel untermauert. Zum einen das Prinzip “Marktschreier” und zum anderen das Prinzip “Berater”. Ich möchte hier nicht im Detail darauf eingehen, wie sich die beiden Strategien unterscheiden. Wer dazu mehr erfahren möchte, kann sicherlich Marcel (sein Facebook Profil habe ich oben verlinkt) kontaktieren und ihn um eine kleine Einführung bitten!

Was würde Marcel außer der Unterscheidung der beiden Prinzipien noch tun um erfolgreich digitalen Vertrieb zu machen? Er würde zum einen berücksichtigen, dass es nicht den einen Kaufentscheidungsprozess gibt, sondern immer mehrere bis viele Berührungspunkte mit dem potentiellen Kunden notwendig sind bis dieser eine Kaufentscheidung fällt.
Außerdem würde Marcel immer berücksichtigen, dass er – basierend auf dem aktuellen Wissenstand der Zielgruppe – andere Informationen liefern muss um diese im Kaufentscheidungsprozess weiter zu bringen.

Um möglichst genau zu erfassen, wie sehr sich die eingesetzten Maßnahmen lohnen und ob eher das Marktschreier- oder das Berater-Prinzip erfolgreich sind, ist es notwendig den Customer-Lifetime-Value zu messen und auszuwerten. Nur dann wissen wir, welche Investition sich eher lohnt und ob unsere Maßnahmen überhaupt dazu geeignet sind eine nennenswerte Mare zu erwirtschaften.

Auch wenn ich den Vortrag von Marcel nicht vollständig mitgehört habe, kann ich sagen das mir seine sehr Datengetriebene Herangehensweise super gut gefällt. Natürlich muss man als kleines Unternehmen gucken wie weit man es mit dem eigenen Budget treiben kann und an welchem Punkt der Nutzen nicht mehr signifikant gesteigert werden kann. Aber der grundsätzliche Appel, Vertrieb Datenbasiert zu betreiben ist richtig und wichtig!

Vortrag 2: Youtube Marketing

Patrick ist aus der ihm angestammten SEO-Sicht an das Thema Youtube herangegangen. Ein super wichtiger Aspelt und sicherlich äußerst hilfreich, wenn es darum geht bei Youtube Reichweite aufzubauen. Was mir persönlich gefehlt hat, ist ein Blick darauf, wie Youtube Reichweiten ermöglicht ohne komplizierte teure Sendetechnik zu brauchen und was dies für das Marketing bedeutet. Eher im Gegenteil hat er leider verdeutlicht, dass das typische Agenturgeschäft immer mehr dazu führt, dass (noch) professionellere Technik genutzt wird. Ich glaube ja nicht, dass es auf Hochglanz ankommt. Aber das war ja auch nicht das Thema. 😉

Patrick hat sich auf die Keyword Optimierung fokussiert und außerdem einige wichtige Merkmale hervorgehoben, die man unbedingt bei der Veröffentlichung und Optimierung von Videos beachten sollte. Hilfreiche Informationen, die es jedem Einsteiger ermöglichen sollten Youtube direkt von Anfang an erfolgreicher zu nutzen.

Direkt am Anfang ging es zunächst einmal um die vielen Vorteile bei der Nutzung von Youtube Videos für das eigene Marketing. Um die gesteigerte Auffindbarkeit bei Google, darum wie sehr sich die Conversion verbessert wenn man einige Dinge wie zum Beispiel Call-to-Action richtig einsetzt und auch darum, wie sich generell die Sichtbarkeit erhöht.
Patrick vertritt dabei die Meinung, dass es bei Youtube noch nicht so viel stark optimierten Content gibt und das dies dazu führt, dass schon kleine Maßnahmen großen Erfolg versprechen.

Was bei einem Vortrag der sich darum dreht, wie Youtube als optimales Instrument für das Marketing genutzt werden kann nicht fehlen darf sind KPI’s. Also Kennzahlen die wir messen sollten um zu erkennen wie erfolgreich wir mit Videos sind.
Patrick nennt als erstes und im Grunde genommen einziges die sogenannte “Watchtime”. Als sogenannter Multiindex setzt sich diese Kennzahl aus den Zahlen zu “Videoaufrufen”, “Videowiedergabezeit”, “Uploadfrequenz”, “Session Start”, “Session Dauer”, “Session Ende” zusammen.

Insbesondere die Frage nach dem Aufwand, also danach wie oft gute Youtube-Marketer eigentlich neuen Videocontent liefern sollten, interessiert und alle brennend. Patrick hat beobachtet, dass eine Frequenz von 2-3 Videos pro Woche optimal ist. Gary Vaynerchuk lädt sogar jeden Tag ein neues Video hoch und ist damit bekanntermaßen nicht ganz unerfolgreich.

Aber wie optimiere ich die anderen Teilkennzahlen der Watchtime? Auf was sollte ich mindestens achten um bei Youtube erfolgreich zu sein?
Es kommt laut Patrick auf super viele einzelne kleine Dinge an. Er schlägt aber vor, dass wir für Anfang nur einige wenige Bereiche optimieren. So würde Patrick immer auf jeden Fall den Videotitel, die Videobeschreibung, die Videotags und das Thumbnail optimieren um einen Teil der schon beschriebenen Kennzahlen zu verbessern.
Wie diese Punkte optimalerweise gestaltet sein sollten hat Patrick natürlich auch verraten.

Der Titel

  • Immer individuell.
  • Die gewählten Keywords beachten und möglichst weit vorne in den Titel packen.
  • Präzise formulieren.
  • Patrick empfiehlt eine Titellänge von 55-60 Zeichen, auch wenn eigentlich mehr geht.
  • Der Titel sollte Neugier wecken
  • und alle Titel eines Kanals sollten einheitlich gewählt sein

Die Videobeschreibung

  • Die Beschreibung sollte ausführlich sein.
  • Sie sollte individuelle Keywords beinhalten.
  • Sichtbar sind in den Suchergebnissen bei Youtube und Google 100-110 Zeichen.
  • Die Beschreibung sollte weiterführende Infos und Links beinhalten.

Die Videotags

  • Die Tags sollten ebenfalls Keywords enthalten.
  • Sie sollten fokussiert sein.
  • Anders als zum Beispiel bei Instagram sollten Tags nicht breit gestreut sein.
  • Synonyme benutzen.
  • Brand Tags hinterlegen.
  • Der Standort sollte als Tag vergeben werden.

Das Thumbnail

  • Das Thumbnail sollte den Inhalt des Videos vermitteln.
  • Farben und Text sind wichtig.
  • Setzt Gesichter ein. Der Mensch reagiert auf Augen.
  • Die eigene Marke hervorheben.
  • Erzeugt einen “Zwang” zu klicken. (Leicht gesagt! :-))
  • Beachtet die Anzeigegröße möglichst vieler Devices.

Kleiner Tipp zu den Thumbnails: Um ein Benutzerdefiniertes Thumbnail hochzuladen müsst ihr euren Youtube-Kanal verifizieren. Das ist in den Einstellungen in wenigen Sekunden erledigt!

Patrick ist dann noch auf ein paar weitere Kennzahlen eingegangen, die sich sehr gut über die eben genannten Punkte optimieren lassen.

Alles in allem war Patricks Vortrag wirklich super hilfreich und hat auch mir dabei geholfen, dass ich mir jetzt langsam mal nen ordentlichen Arschtritt in Sachen Videooptimierung verpasse und unseren Youtube Kanal ein wenig aufarbeite. 🙂

Vortrag 3: Content Marketing: Für jede Lösung ein Problem!

Nadine und Charlotte haben anhand sehr gut aufbereiteter Folien und Beispiele verdeutlicht auf was es aus ihrer Sicht beim Thema Content Marketing ankommt.

Dabei sind sie sowohl auf die eigentlichen Texte als auch auf die Fragen nach der SEO-Strategie eingegangen. Wer mich kennt, der weiß das ich beim Thema Texte nicht wirklich strategisch vorgehe. Das ist auch der Grund aus dem ich aus diesem Vortrag viel mitnehmen konnte. Vielleicht setze ich ja mal das eine oder andere um… 😉

Zunächst sind Nadine und Charlotte darauf eingegangen was eigentlich guter Content ist. Guter Content bietet dem Suchenden einen echten Mehrwert, ist gut lesbar und Kanalspezifisch aufbereitet. Eigentlich ganz logisch, aber nach der Erfahrung der beiden nicht wirklich immer gegeben.

Welche Ziele können mit Content Marketing erreicht werden? Einige, aber nicht alle. Das ist besonders wichtig. Content Marketing ersetzt keine anderen Marketingmaßnahmen sondern ergänzt diese sinnvoll. Ziele die erreicht werden können sind Markenaufbau, Kundengewinnung und Kundenbindung.

Für jeden der nicht genau weiß, wie er nun an das Thema Content-Marketing herangehen soll haben die beiden ebenfalls ein paar Tipps dabei gehabt. Zunächst muss es darum gehen zu gucken was wir eigentlich schon haben. Im Content-Audit stellen wir fest an welchen Stellen wir bereits über guten Content verfügen und wo Optimierungsbedarf besteht. Dabei ist es nicht nur wichtig zu gucken was wir selber haben, sondern auch wie unser Marktumfeld aussieht. Als dritten und letzten Schritt gucken wir dann wie sich unser Content von dem des Marktumfeldes unterscheidet und leiten daraus Anforderungen des Marktes ab.

Alles in Allem ein Vortrag der viele interessante Informationen beinhaltet hat.

Ich habe mir bei der diesjährigen koks.digital Konferenz außerdem noch drei weitere Vorträge angesehen. Was diese genau beinhaltet haben und was ich daraus gelernt habe, werde ich euch in einem zweiten Beitrag verraten. Darin wird es um die Vorträge Influencer Marketing – Reichweite durch Meinungsführer?, Whitehat Facebook . Blackhat Ergebnisse und Von 0 auf 600.000 Social Visits in nur 3 Monaten gehen.

Work Digital Kick-Off: Pitches und Vorträge im Überblick

Am 29.06. findet ab 18.00 Uhr das Kick-Off Event für den gemeinschaftlichen Accelerator des Work Inn und KMU Digital statt. Mit dem Accelerator unter dem Titel “Work Digital” möchten wir Startups die Möglichkeit geben, im Ruhrgebiet durchzustarten und mittelständischen Unternehmen dabei helfen, Digitalisierung im Dialog und in Kooperation mit jungen innovativen Unternehmen umzusetzen.

Während der Kick-Off Veranstaltung möchten wir zum Einen darüber sprechen, was wir für den ersten Durchgang (wir nennen ihn “Season One”) planen. Zum anderen stellen wir die ersten teilnehmenden Startups vor. Außerdem wird es zwei sehr interessante Kurzvorträge zu den Themen “Blockchain” und “Big Data” geben.

Agenda

18.00 Uhr – Ankunft
18.20 Uhr – Begrüßung durch das Work Digital Team
18.30 Uhr – Pizza & Bier (wer kein Bier mag, findet sicherlich auch andere Getränke ;-))
19.00 Uhr – Vortrag “Big Data” – Florian Kruse und Tobias Brambach von Point8 aus Dortmund werden einen Überblick über dieses für mittelständische Unternehmen spannende Thema geben. Wofür lässt sich Datenanalyse einsetzen? Was bringt das eigentlich? Ist das kompliziert und teuer?
19.25 Uhr – Pitches Round 1 – Pitchen werden XignSys aus Gelsenkirchen und lupiter aus Ratingen. Feedback der Gäste ist ausdrücklich erwünscht!
19.50 Uhr – Kaltgetränke und Netzwerken. Austausch rund um den ersten Vortrag und die beiden Pitches.
20.10 Uhr – Vortrag “Blockchain” – Matteo Cagnazzo und Chris Wojzechowski werden uns etwas über die spannenden Einsatzmöglichkeiten der Blockchain und über Kryptowährungen wie Bitcoin erzählen.
20.35 Uhr – Pitches Round 2 – Pitchen werden Point8 aus Dortmund, CapX aus Bochum und ein weiteres Startup, welches wir noch bekannt geben.
21.00 Uhr – Kaltgetränke und Netzwerken. Austausch rund um die Vorträge und Pitches. Gerne auch Feedback zu den Plänen rund um “Work Digital”. Außerdem bin ich mir sicher, dass Tim und Dörte vom Work Inn sehr gerne durch den neuen Coworking Space führen werden! 😉

Anmelden können sich verantwortliche Mitarbeiter und Inhaber mittelständischer Unternehmen übrigens gerne per eMail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Wer noch nicht überzeugt ist, dass er oder sie unbedingt dabei sein muss, liest am besten direkt weiter! 😉

Die Pitches

Wir konnten fünf sehr interessante Startups davon überzeugen, sich auf die Bühne zu begeben und sich mit ihren Pitches dem Publikum zu stellen. Zwei der pitchenden Startups sind bereits fest in die Season One des Accelerators aufgenommen. Die anderen drei haben ebenfalls noch die Chance dazu zu stoßen!

Aber was tun die fünf Startups genau?

Point8

Point8 hat sich den Slogan “Because data matters” zu eigen gemacht. Gegründet von drei Physikern trägt Point8 eine Menge Wissen rund um die Analyse kleiner und großer Datenmengen in den Mittelstand. Dabei erreicht das Team für seine Kunden Erstaunliches und hat oftmals beweisen können, dass umfangreiches Fachwissen gepaart mit einem unverstellten Blick dazu führt, dass aus Daten wichtige Informationen abgeleitet werden können.

lupiter

lupiter entwickelt eine Logistik und Supply Chain Software in der Cloud. Damit bietet das Team umfangreiche Lösungen, die es Mittelständlern und großen Unternehmen ermöglichen, Ihre Logistik transparenter zu gestalten.

XignSYS

XignSYS hat mit XignQR die 4. Generation der Datensicherheit für Authentifizierung und Signaturen entwickelt. Das Team hat festgestellt, dass Passwörter heute keinen ausreichenden Sicherheitsstandard mehr bieten und außerdem viel zu unkomfortabel sind. Deshalb entwickelten die Gründer eine vollkommen andersartige Lösung.

CapX

CapX ist ein alternatives Ladekonzept für E-Fahrzeuge, welches die Herausforderung von Elektromobilität und Energiewende überwindbar macht. Durch Verringerung der Ladezeiten und Entlastung der Netze wird der Wandel zur Nachhaltigen Energie beschleunigt.

Unseren fünften Teilnehmer im Startup Feld stellen wir an dieser Stelle Anfang der nächsten Woche vor.

Wichtige Themen zur Digitalisierung

Unsere beiden Vortragsthemen haben wir gewählt, weil beide Themen super wichtig sind und sehr bald einen entscheidenden Einfluss darauf haben dürften, wie die Ausprägung von Digitalisierung im Mittelstand aussieht. Außerdem kennen wir alle Speaker persönlich und können deshalb sicher sein, dass die Informationen die durch die Vorträge vermittelt werden, wertvoll sind.

Big Data

Big Data ist ein Schlagwort, das wahrscheinlich jeder schon einmal gehört hat. Mit den Gründern von Point8 konnten wir für diesen Vortrag Speaker gewinnen, die aus der Praxis kommen. Jeden Tag sieht das Team von Point8 die Herausforderungen und Schwierigkeiten vor denen mittelständische Unternehmen stehen. Sie sind dabei geschätzter Partner des Mittelstands und liefern Ergebnisse, die in dieser Geschwindigkeit und Qualität bisher niemand hat liefern können.

Durch den starken Praxisbezug wird der Vortrag sehr informativ. Jeder Unternehmer wird daraus Rückschlüssen ziehen können die ihm einen Hinweis darauf geben, wie er sich für sein Unternehmen in Sachen Big Data verhalten sollte.

Blockchain

Noch so ein Schlagwort. Aber eines, das oftmals eher im Kontext von Kryptowährungen und damit zusammenhängend mit nicht ganz legalen Machenschaften genannt wird. Das die Blockchain – wie viele spannende Technologien – zwar missbraucht werden kann, aber eigentlich ein super spannendes Thema für den Mittelstand ist, erläutern unsere beiden Speaker zu diesem Thema.

Als Startup-Gründer und Mitarbeiter des Instituts für Internetsicherheit in Gelsenkirchen können die beiden sehr praxisnah berichten und spannende Anwendungsfälle erläutern. Sicherlich wird jeder Zuhörer eine Menge neuer Informationen mitnehmen.

Was wir tun: Netzwerke knüpfen die belastbar sind.

Wichtig: Netzwerken und gemeinsam essen

Auch wenn es fast das letzte Kapitel in diesem Artikel ist, sollen das Netzwerken und leckeres Essen nicht zu kurz kommen. Wir sorgen für Essen und Getränke. Als unser Gast bringst Du Dich und interessante Themen mit ein. Am Ende steht eine interessante Mischung, aus der wir hoffentlich alle eine Menge lernen können! 🙂

Am Ende des Abends werden Tim und Dörte vom Work Inn sicherlich gerne eine kleine Führung durch den neuen Coworking Space am Campus anbieten.

Also. Anmelden nicht vergessen: Mail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Digitalisierung im Mittelstand: So geht’s nicht!

Gestern. Affenhitze und meine Konzentration lag am Boden. Beim durchscrollen meiner Facebook Timeline sehe ich, dass gleich zwei meiner Facebook-Freunde einen Artikel der t3n als positives Beispiel und gar als nützlichen Ratgeber in Sachen Digitalisierung im Mittelstand geteilt haben.

Es geht um den Beitrag mit dem Titel “Digitalisierung im Mittelstand: So geht’s“. Ja, im Artikel stehen ein paar Dinge, die sind richtig. Zum Beispiel die Tipps zur Herangehensweise gefallen mir ganz gut. Andere Dinge die im Artikel erwähnt werden, haben mir trotz der extrem hohen Temperaturen einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen.

Es fängt schon haarsträubend an. Der Vorwurf, Digitalisierung im Mittelstand würde in vielen Fällen aus reinem Selbstzweck propagiert und hätte oftmals keinen echten Hintergrund oder Mehrwert, legt nahe, dass Mittelständler sich gerne weiterhin viel Zeit lassen können. Alles nur Hype ohne konkreten Nutzen.

Diese Aussage ist fahrlässig. Sie verharmlost die Risiken, die dem deutschen Mittelstand in Zukunft das Leben deutlich erschweren werden. Digitalisierung ist für alle diejenigen, die dieses Thema nicht ernsthaft auf der Agenda haben, ein Risiko, das nicht nur zum Verlust einiger Prozentpunkte bei den Marktanteilen führen kann. Es kann schlimmer kommen. Wer nicht sinnvoll digitalisiert, wird in seiner Branche über kurz oder lang keine Rolle mehr spielen.

Ja. Das klingt nach Angstmacherei. Aber es ist nun einmal Realität und ich weiß mittlerweile auch nicht mehr, wie ich es weniger hart und bedrohlich klingen lassen soll.

Der Artikel geht aber noch weiter. Als Beispiel wird die Firma Perschmann aus Braunschweig genannt. Frank Haberstock, seines Zeichens Mitglied der Geschäftsleitung, könne dieses ständige Digitalisierungsgerede nicht mehr hören. Perschmann sei seit vier Jahren mitten drin in der Digitalisierung!

Das ist ja gut und schön. Ich freue mich über jeden Mittelständler, der das Thema begriffen hat und umsetzt. Nur leider ist Perschmann offensichtlich eine Ausnahme. Jede aktuelle Untersuchung und auch jede persönliche Erfahrung der jüngeren Zeit zeigt mir, dass wir immer noch ein verdammt dickes Brett zu bohren haben. Aktuell hat der Mittelstand nur an der Oberfläche gekratzt.

Natürlich ist Digitalisierung kein Selbstzweck

Diese Überschrift sollte eigentlich gar nicht nötig sein. Nichts von dem, was wir als Unternehmer tun, sollte reiner Selbstzweck sein! Das trifft selbstverständlich auch auf die Digitalisierung zu. Aber die t3n hat eine ähnliche Überschrift für den nächsten Abschnitt des Artikels gewählt… Da dachte ich mir, ich muss das noch einmal verdeutlichen!

Jetzt kommt einer der vielen Berater unserer Republik zu Wort. Roland J. Gördes, Geschäftsführer der Unternehmensberatung GRC Consulting. Er berichtet, dass seine mittelständischen Mandanten das Wort “Digitalisierung” schon fast als Schimpfwort empfinden würden. Traurig aber es wird wohl wahr sein…

Dass Digitalisierung nicht ohne Bezug zum Unternehmen und zum Markt daherkommen darf, ist meiner Meinung nach selbstverständlich und es wird auch den meisten Inhabern mittelständischer Unternehmen klar sein. Diese Aussage ist also vollkommen überflüssig. Oder soll durch sie der Eindruck entstehen, dass Digitalisierung bisher nur als reiner Selbstzweck betrieben wurde? Hoffentlich nicht!

Und jetzt kommt es! Ein großer Teil der Unternehmen sei schon auf digitalen Pfaden unterwegs, schreibt die Verfasserin des Artikels, Alexandra Vollmer. Wieder kommt Herr Gördes zu Wort. Haarsträubenderweise nennt er die Kommunikation per eMail, Webauftritte und den Einsatz von ERP-Systemen als positive Beispiele für digitalisierte Mittelständler. Ich wäre fast erfroren als ich dies las. Trotz 32 Grad im Schatten.

Herr Gördes. Es tut mir leid. Aber diese Aussage ist komplett daneben! Nichts von dem, was Sie hier heranziehen, hat auch nur einen Hauch mit der Digitalisierung zu tun, die aktuell voranschreitet! Digitalisierung ist nicht elektronische Kommunikation. Digitalisierung muss viel tiefer greifen als einfach einen neuen (zusätzlichen) Kommunikationskanal zu eröffnen. Digitalisierung wird Geschäftsmodelle vollkommen verändern.

Genau solche Aussagen wie die im t3n-Artikel zitierten bringen die Gefahr mit sich, dass Digitalisierung nicht ernst genommen wird. Wer sich aber auf eMail, Webauftritt, ERP-System, elektronischem Dateiaustausch, usw. ausruht, der ist nicht digital und wird es auch nie werden! Leider.

Wie viel Digitalisierung braucht es?

Immerhin. Der Digitalisierungsexperte der Beratung GRC aus Hannover, Dr. Jan-Frederik Engelhardt, hat erkannt, dass es keine Frage ist, ob man sich als Mittelständler mit der Digitalisierung befassen sollte.

Allerdings scheint auch er davon auszugehen, dass die meisten Unternehmen in Deutschland bereits auf einem guten Weg sind. Sie müssten sich eben nur bewusst machen, dass vieles von dem, was sie heute bereits tun, zur Digitalisierung gehört. Wieder falsch! Aber das war ja zu erwarten, immerhin beruht diese Aussage auf der seines Chefs. Dem widerspricht man vllt. besser nicht.

Einen guten Tipp gibt Herr Dr. Engelhardt trotzdem. Statt zu überlegen, ob man sich als Mittelständler mit Digitalisierung beschäftigen müsse, sollten sich Unternehmer bewusst machen wo sie gerade stehen. Leider sagt Dr. Engelhardt dies nicht, weil er damit verdeutlichen möchte, dass die meisten Mittelständler noch einen langen Weg zu beschreiten haben. Vielmehr dient für ihn die Klärung des aktuellen Status dazu zu entscheiden, ob noch mehr Digitalisierung notwendig sei. Wie ich darüber denke, dürfte klar geworden sein?!

Ich finde auch, dass sich jeder Mittelständler klar machen sollte, wo er heute in Sachen Digitalisierung steht. Die Tatsache, dass man neben dem Telefon oder der Post noch andere Kommunikationswege nutzt, sollte aber keinesfalls zu dem Schluss verleiten, man habe schon mit der Digitalisierung begonnen!

Zu Digitalisierung gehört (ich schrieb es schon!) wesentlich mehr als Kommunikationskanäle zu ergänzen oder Prospekte als Webseite digital darzustellen. Es geht um einen grundlegenden Wandel in allen Unternehmensbereichen. Es geht darum, dass sich so ziemlich alle Branchen

  • auf ein neues Kundenverhalten,
  • auf veränderte Rahmenbedingungen,
  • auf viel niedrigere Markteintrittshürden,
  • auf eine vollkommen neue Handlungs- und Denkweise von Kunden
  • und (potentiellen) Mitarbeitern und
  • auf die Veränderung von Geschäftsmodellen

einstellen müssen.

Geschäftsmodell checken

Jetzt kommt der Teil des Artikels, der mich wieder ein wenig versöhnt. Es geht ans Eingemachte. Die Sicht auf den Markt und den Check des eigenen Geschäftsmodells.

Der Hinweis, dass Digitalisierung niemals der Ausgangspunkt für diesen Check sein dürfe sondern lediglich nur eine mögliche Antwort auf die Frage darauf, wie das Unternehmen am Markt erfolgreicher agieren könne, ist zumindest nicht falsch. Dass Digitalisierung heute immer eine der Antworten sein wird, darf man aber auch nicht vergessen zu erwähnen!

Also. Geschäftsmodell checken ja. Dabei sollte man als Mittelständler aber immer im Blick haben, dass jede potentielle Verbesserung des Geschäftsmodells immer digital sein wird. Sein muss, wenn man gegen neu hinzukommende wesentlich digitalere Mitbewerber oder einfach gegen bestehende Mitbewerber die kapiert haben, was Sache ist, bestehen möchte.

Herr Gördes rät im Weiteren zu Besonnenheit. Da Panik nie ein guter Begleiter ist, darf man diese Aussage wohl getrost als richtig bezeichnen.
Was mich nach den vielen komischen Aussagen dann doch positiv überrascht hat ist der letzte Tipp, den Herr Gördes gibt: Zurücklehnen! Nicht im Tagesgeschäft aufreiben lassen, sondern immer den Blick auf neue Entwicklungen behalten.

Genau dies ist nämlich ein Punkt, der meiner Meinung nach sehr dazu beitragen würde, Digitalisierung im Mittelstand schneller umzusetzen. Vielen Mittelständlern geht es sehr gut. Die Auftragsbücher sind voll. Das führt dazu, dass keine Zeit vorhanden ist, die man für die Neuausrichtung des Unternehmens aufwenden könnte. Das ist zwar gefährlich, aber nachvollziehbar. Aufbrechen müssen wir dieses Verhalten trotzdem, denn wenn es erst einmal schlechter wird, dürfte es für umfassende Digitalisierungsmaßnahmen zu spät sein.

Vielleicht ist das Modell, dass Frank Haberstock und die Firma Perschmann umsetzen, auch für andere Unternehmer gangbar?! Perschmann beschäftigt heute sogenannte Trendscouts, die den Kundenbedarf zeitnah einfangen und so eine schnelle Reaktion ermöglichen. Finde ich gut!

Mein Fazit

Ich kann nicht sagen, was die t3n dazu bewogen hat, einen solchen Artikel zu veröffentlichen. Augenscheinlich verspürt man den Drang, Beruhigungspillen zu verteilen.

Fest steht, dass viele der getätigten Aussagen von Beraterseite komplett daneben sind. Es nutzt rein gar nichts, seinen Kunden nach dem Mund zu reden. Es hilft auch nicht, beruhigend einzuwirken, indem man einfach behauptet, der Mittelstand sei schon mittendrin in der Digitalisierung.

Was wir aktuell brauchen sind positive Beispiele. Das wird im Artikel mit der Firma Perschmann versucht. Aber leider kommt dieses Beispiel viel zu kurz. Stattdessen kommt ein Beratungsunternehmen überdurchschnittlich stark zu Wort, dem ich nach den getätigten Aussagen nicht zutraue, Digitalisierungsprojekte erfolgreich umzusetzen.

Vielleicht kann ja die t3n Herrn Haberstock noch einmal gesondert befragen und Beispiele für die Digitalisierung bei Perschmann benennen die verdeutlichen, was Digitalisierung im Mittelstand bedeutet und wie man am besten anfängt. Das würde dann wirklich weiterhelfen und keinen Mittelständler in die Arme von Beratern treiben, die im Zweifel nicht wirklich wissen, was zu tun ist.

Work Digital – Startup Accelerator in Dortmund

Work Digital. Startups pushen. Mittelstand digitalisieren

Die Idee eines Accelerator Programms mit dem nicht nur Startups aus dem Ruhrgebiet und dem Rest von NRW gepusht werden, sondern von dem auch mittelständische Unternehmen stark profitieren, habe ich schon seit längerem mit mir herumgetragen. Das diese Idee irgendwann einmal konkret zur Umsetzung kommt, habe ich immer davon abhängig gemacht ob ich die geeigneten Partner für dieses Vorhaben finden kann.

Mit Dörte und Tim Schabsky vom Coworking Space Work Inn hat sich der ideale Partner für unseren “Mittelstandsaccelerator” gefunden. Nicht nur das Tim und Dörte mit den verschiedenen Standorten ihrer Coworking Spaces die Arbeitsplätze und weitere Räumlichkeiten beisteuern. Sie sind auch genau die richtigen Partner auf der persönlichen Ebene. Gemeinsam haben wir ein erstes Konzept für den Start entwickelt, mit dem ich persönlich sehr glücklich bin.

Wir glauben, dass unsere beiden Zielgruppen Startups und Mittelstand mit der Teilnahme am Accelerator “Work Digital” viele Ziele erreichen können, die sie alleine und ohne die Teilnahme nicht erreichen würden:

[ts_row] [ts_one_half] Ziele für Startups[/ts_one_half] [ts_one_half] Ziele für Mittelständler[/ts_one_half] [/ts_row]

[ts_row] [ts_one_half] – Vertrieb strukturieren [/ts_one_half] [ts_one_half] – Lernen wie der Kontakt mit Startups funktioniert [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Markeintritt beschleunigen und stabilisieren [/ts_one_half] [ts_one_half] – In einem geschützten Raum Dinge ausprobieren [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Strukturen schaffen [/ts_one_half] [ts_one_half] – Mitarbeitern Wissen zu digitalen Geschäftsmodellen vermitteln [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Kooperationpartner und Kunden finden [/ts_one_half] [ts_one_half] – Unternehmerisches handeln stärken [/ts_one_half] [/ts_row]
[ts_row] [ts_one_half] – Von anderen Startups lernen [/ts_one_half] [ts_one_half] – Kooperationspartner und Lieferanten finden [/ts_one_half] [/ts_row]

Der Ablauf

Aus Sicht der Startups

Wir starten Mitte Juli mit unserer ersten Runde. Diese Runde dauert drei Monate. Den Arbeitstitel “Work Digital. Season One” übernehmen wir dabei direkt. 😉

Im Vorfeld der Season One wählen wir 5 Startups als Teilnehmer aus. Jedes Startup das gerne teilnehmen möchte, kann sich schon jetzt bewerben. Dazu brauchen wir gar nicht viel. Eine eMail mit einer kurzen Beschreibung zu dem was ihr tut, einem evtl. schon vorhandenen Pitchdeck und einer Einschätzung wo ihr heute steht reicht erst einmal aus. Wir kommen dann auf euch zu, laden euch zum Pitch und einem ausführlichen Gespräch nach Dortmund ein und entscheiden dann sehr zeitnah ob ihr dabei seid oder nicht.

  1. Alle Startups die dabei sind, bekommen vom Work Inn kostenfreie Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt. Dabei haben wir maximal 15 Arbeitsplätze zu vergeben, die wir auf die Startups verteilen. Lediglich die Kosten für Getränke und wenn gewünscht einen Schrank übernehmen die Startups selber.
  2. Jedes Startup wird durch einen Mentor betreut. Der Mentor führt viele Gespräche mit euch, gibt Tipps und Hinweise, öffnet den Zugang zu seinem persönlichen Netzwerk und zum Netzwerk des Accelerators und steht immer für Fragen zur Verfügung.
  3. Es gibt zwei fest definierte Veranstaltungen auf denen ihr den aktuellen Stand pitcht. Dabei geht es darum, dass ihr vor uns und den eingeladenen Gästen zeigt wo ihr steht. Ihr bekommt dadurch wichtiges Feedback von Experten und lernt neue Leute kennen, die euch nach vorne bringen.
  4. Ihr erhaltet Zugang zu unseren Veranstaltungen. Das monatliche Mitbringfrühstück des Work Inn könnt ihr nutzen um eure Herausforderungen zu pitchen und mehr Feedback zu bekommen. Die Fachvorträge von KMU Digital nutzt ihr um zusätzliches Wissen aufzubauen.
  5. Zusätzlich erhaltet ihr von uns einen Überblick über die vielen verschiedenen Veranstaltungen zum Thema Gründung und Startup im Ruhrgebiet. Was ihr wahrnehmt und was euch am besten hilft, entscheidet ihr selber!
  6. Am Ende der Season One steht der Demo Day. Hier präsentiert ihr euch in Pitches und intensiven Gesprächsrunden den eingeladenen Gästen. Eine Jury beurteilt, wo ihr steht und legt die Plätze 1-5 fest.
  7. Als besondere Motivation bekommen die drei besten Startups aus Season One die große Chance, während des Ruhr Summit in Dortmund zu pitchen und sich gegen eine Feld aus internationalen Startups durchzusetzen. Wer sich hier gut präsentiert, findet wertvolle Kontakte und vielleicht direkt Kooperationspartner, Kunden und Investoren.

Ihr seht. Es gibt eine Menge zu tun. Und ihr seht, wir setzen uns stark für euch ein.

Unser Ziel ist es euch zu pushen. Wir möchten Dortmund, das Ruhrgebiet und NRW in Sachen Startups noch besser machen. Außerdem bieten wir Mittelständlern den Zugang zum Accelerator, weil wir diesen Weg für einen der besten halten, Digitalisierung in eine etablierte Organisation zu bringen.

Aus Sicht des Mittelstands

Mitten im Sommer, nämlich Mitte Juli starten wir mit “Work Digital. Season One”.

Für euch als Mittelständler sieht der Ablauf folgender Maßen aus:

  1. Wenn ihr direkt als einer unserer Unterstützer dabei seid, nehmt ihr schon am Auswahlverfahren teil und entscheidet mit, welche 5 Startups in Season One dabei sein werden. Wie Ihr Unterstützer werdet und welche Konditionen wir euch anbieten, erfahrt ihr wenn ihr Kontakt zu uns aufnehmt. Entweder ihr ruft Dennis Arntjen unter 0151/27536121 an oder schreibt ihm eine eMail an d.arntjen@kmu-digital.net.
  2. Während des Accelerator Programm laden wir euch gerne zu einem der Pitch-Days ein. Dort lernt ihr die Startups kennen, lernt durch deren Pitches und die anschließenden Gespräche und profitiert vom Wissen aller anderen Teilnehmer.
  3. Natürlich seid auch ihr herzlich eingeladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bekommt ihr hier in den SteadyNews, im Work Inn Veranstaltungskalender oder auf Nachfrage.
  4. Als Unterstützer (siehe Punkt 1) habt ihr auch zwischendurch die Möglichkeit mit den Startups Kontakt aufzunehmen, mit den Gründern über deren Arbeit zu sprechen, mögliche Kooperationen zu planen und einfach Startup Spirit kennen zu lernen. Ihr bekommt einen Arbeitsplatz im Coworking Bereich an dem eure Mitarbeiter jeder Zeit arbeiten können.
  5. Am Ende der Season One findet der Demo Day statt. Die 5 Startups pitchen, ihr führt als Unterstützer ausführliche Gespräche und stellt ggf. auch ein Mitglied in der Jury. Wieder steht euer Lernziel im Vordergrund.
  6. Beim Ruhr Summit seid ihr natürlich als Unterstützer ebenfalls dabei. Dort lernt ihr weitere Startups kennen und könnt das Wissen das ihr in den drei Monaten von Season One gelernt habt, aktiv einsetzen. Die Pitches der drei Top Work-Digital Startups müsst ihr nicht mehr sehen. Mit denen habt ihr eure Vereinbarungen dann sicherlich schon getroffen. 😉

Welche Ziele verfolgen wir?

Mit dem Accelerator verfolgen wir alle ein gemeinsamen Ziel: Wir möchte frische Ideen fördern, die Wirtschaft im Ruhrgebiet und in ganz NRW stärken und interessante Projekte begleiten.
Das wir diese Ziele als Unternehmer nicht durch ehrenamtliche Tätigkeit erreichen möchten, versteht sich von selbst. Work Digital soll ein wirtschaftlich nachhaltiges Projekt sein.

Deshalb bieten wir verschiedene Möglichkeiten an, an Work Digital teilzunehmen. Für Startups ist das alles vollkommen kostenlos. Mittelständler bzw. jedes Unternehmer, kann zum Unterstützer werden oder sogar eine Mentorenrolle einnehmen. Dazu zahlt ihr uns einen monatlichen Betrag, der immer eine Laufzeit von 2 Accelerator-Durchgängen hat. Ihr könnt also mit einer Bewerbung für “Work Digital. Season One” auch gleich zum Unterstützer für Season Two werden.

Was “erwarten” wir von den Startups?

Kurz gesagt: Aktive Mitarbeit.

Wir möchten keine Anteile an eurem Unternehmen und zwingen euch keine Investorengespräche auf. Das einzige was wir wirklich von euch erwarten ist aktive Mitarbeit. Unser Ziel ist es, für euch am Ende der ersten drei Monate einen echten Fortschritt erzielt zu haben. Und das die Mittelständler die uns (und euch) unterstützen, ihre Ziele erreichen können.

Dazu brauchen wir euch. Wir geben euch viele Hilfestellungen. Im Gegenzug solltet ihr für Gespräche mit Mittelständlern offen sein und euer Wissen mit den anderen Startups und Unternehmern teilen. Das muss nicht das Wissen zu euren Kernprodukten sein. Vielmehr geht es uns darum, grundsätzliche Herangehensweisen und Strategien beim Aufbau eines Startups zu vermitteln.

Wie geht ihr die unterschiedlichen Herausforderungen an?
Was habt ihr zuerst getan und welche Dinge waren erst einmal nicht so wichtig?
Wie schafft ihr es, die vielen Fäden in der Hand zu behalten und nie euer Ziel aus dem Auge zu verlieren?
Wie geht ihr an die Entwicklung eures Produkts?

Dies sind nur einige der Fragen die vielen anderen Startup Gründern und vor allem Führungskräften und Inhabern mittelständischer Unternehmen unter den Nägeln brennen. Wenn ihr Antworten geben könnt, dann bekommt ihr dafür eine Menge zurück. Versprochen!

Welche Unterstützer wünschen wir uns?

Wir richten uns ganz bewusst an den Mittelstand in NRW. Denn wir glauben, dass der Zugang zu einem Accelerator Programm für mittelständische Unternehmen der beste Weg ist, mit Startups und der Digitalisierung in Berührung zu kommen. Durch die Begleitung von Work Digital lernt ihr die Arbeitsweise von Startups kennen ohne euch direkt an diesen zu beteiligen. Ihr habt die Möglichkeit Wissen in euer Unternehmen zu transferieren, dass ihr euch sonst nur durch externe Berater oder hohe Investitionssummen holen könnten. Außerdem bewegt ihr euch in einem geschützten Raum, in dem ihr Fehler machen könnt ohne direkt an finanzielle oder organisatorische Grenzen zu stoßen.

Wir wünschen uns tatkräftige Unternehmertypen. Menschen die anpacken möchten. Menschen die lernen möchten, wie Digitalisierung ihr Unternehmen verändert.

Ich will dabei sein!

Als Startup

Sehr gut. Dann sendet uns eine Mail an d.arntjen@kmu-digital.net. Darin beschreibt ihr kurz was ihr tut, wer ihr seid und warum ihr gerne am Accelerator teilnehmen möchtet. Wenn ihr habt, sendet uns auch ein Pitchdeck zu.

Wir laden euch dann zum Pitch und einem kurzen Gespräch nach Dortmund ein. Ihr habt dann die Gelegenheut im Detail über euch zu sprechen und eure Ziele zu verdeutlichen.

Am Ende wählen wir dann unter allen Bewerbern 5 Startups aus, die gut zu uns passen.

Wenn ihr im Vorfeld Fragen habt, ruft gerne Dennis Arntjen unter 0151/27536121 an.

Als Unterstützer

Ruft am besten direkt an unter 0151/27536121. Wir klären dann alle eure Fragen und sprechen über die verschiedenen Möglichkeiten in Season One als Unterstützer dabei zu sein.

Wenn ihr nicht anrufen möchtet, schreibt eine Mail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Los geht es!

Wir wollen nicht mehr lange fackeln und schnell loslegen. Deshalb haben wir für den 29.06.2017 ab 18.00 Uhr unsere Auftaktveranstaltung in Dortmund angesetzt. Wir möchten dort zwei aktuelle Themen zur Digitalisierung in kurzen Vorträgen von jeweils 20 Minuten anreißen. Eines der Themen wir die Blockchain sein. Das andere steht noch nicht ganz genau fest. Es wird aber auf jeden Fall top aktuell und hochinteressant.

Wer dabei sein möchte, spricht uns einfach per Mail an: d.arntjen@kmu-digital.net. Wir haben nicht viele Plätze zur Verfügung. Maximal 25 Gäste können wir einlassen. Wenn ihr also gerne dabei sein möchtet, dann beeilt euch mit der eMail. 😉

Das digitale Kind?

Digitales Kleinkind

Für mich sind es nur noch wenige Tage, bis ich endlich Vater werde. Aktuell kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen was sich alles ändert. Ich habe mir aber sagen lassen, dass im Grunde genommen alles auf den Kopf gestellt wird. Nicht nur der eigene Tagesablauf, sondern vor allem das Denken und die ständige Überlegung, wie man das beste für sein Kind erreichen könne.

Nun wird unsere Tochter nicht das erste Kind im Freundeskreis sein. Deshalb gab es schon das eine oder andere Gespräch über den Einsatz von digitalen Hilfsmitteln schon im Kleinkindalter. Die Kinder von Freunden sind schon sehr früh in der Lage gewesen, ein Tablet oder die Smartphones ihrer Eltern zu bedienen. Faszinierend. 😉

Aber will man das als Elternteil? Nein, eigentlich lautet die Frage nicht ob man das will. Kinder kommen mit diesen Technologien zwangsläufig in Berührung. Anfänglich “nur” mit den Dingen die wir selber einsetzen, später dann im Freundeskreis und anderswo auch mit vollkommen neuen Dingen, die wir selber vielleicht gar nicht mehr kennen und begreifen.

Natürlich mache ich mir auch darüber Gedanken, wie ich unsere Tochter später einmal an diese Themen heranlasse. Für mich steht dabei fest, dass ich keine Barrieren aufbauen werde. Die kindliche Neugierde wird wahrscheinlich dazu führen, dass sie schon sehr früh mit unseren Smartphones in Berührung kommt. Soll sie auch. Ich finde, das gehört irgendwie dazu. Als Eltern haben wir dann die Aufgabe aufzuklären, deutlich zu machen das es Grenzen gibt und wo diese liegen. Aber ein völliges Verbot macht gar keinen Sinn.

Am Ende geht es darum, Dinge die vollkommen normal sind im Alltag eines Kindes zuzulassen und diesem die Chance zu geben auch die Hintergründe zu verstehen. Wir sind heute vielfach nur Anwender von Technologie ohne zu verstehen was eigentlich hinter der Oberfläche passiert. Diese Tatsache bringt viele Probleme und Herausforderungen mit sich, die wir nicht hätten wenn wir alle besser verstehen würden, wie die Dinge in etwa funktionieren und warum zum Beispiel das Thema Daten so extrem wichtig ist.

Digitales Leben in der Schule

Ich kenne niemanden mit Schulpflichtigen Kindern gut genug um wirklich einen Einblick in die Herangehensweise an Digitalisierung im Rahmen der Bildung zu haben. Aber ich lese viel über dieses Thema und meine Frau ist Grundschullehrerin. Deshalb denke ich, dass Digitalisierung an Schulen nur eine kleine bis gar keine Rolle spielt. Schlimm, wenn man bedenkt das alles digitale nicht aus unserem Alltag wegzudenken ist. Sollten Kinder und Jugendliche da nicht schon früh verstehen, was das alles bedeutet und wie alles was wir heute unter dem weiten Begriff “Digitalisierung” zusammenfassen unser gesamtes Leben beeinflusst?

Ich meine, dass es wichtig ist Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu allem digitalen auch in der Tiefe zu ermöglichen. Sie sollen verstehen wie die Dinge funktionieren. Und mit diesem Wissen besser einschätzen können, was sie nutzen möchten, wem sie welche Daten anvertrauen und wie Technologie ihr Berufsleben beeinflussen wird.

Mein Eindruck ist, dass dazu viele Anpassungen an unserem Bildungssystem notwendig sein werden. Digitale Technologien im Unterricht einzusetzen ist dabei nur ein sehr kleiner Baustein. Viel wichtiger ist es zunächst Lehrer und Lehrerinnen auf die veränderte Situation einzustellen. Auch die Lerninhalte sollten überdacht werden. Alles was inhaltlich bleibt, sollte dahingehend analysiert werden wie digitale Technologien dabei helfen können diese Inhalte zu vermitteln. Aber auch neue Fächer, die sich an den großen Themen der Digitalisierung orientieren, sollten geschaffen werden.

Ich bin kein Experte in Sachen Bildung. Aber ich weiß das wir so nicht weitermachen können. Unsere Kinder sollten besser vorbereitet werden auf ein Leben in einer immer digitaleren Welt. Sie sollten verstehen können, was unter den Bedienoberflächen ihrer Devices passiert.

Lösungen finden

Ich glaube das dies eine der großen Aufgaben im Rahmen der weiter voranschreitenden Digitalisierung sein wird. Und leider habe ich kein Universalrezept mit dem wir diese Herausforderung stemmen können. Ich glaube dieses Rezept hat (noch) keiner gefunden.

Weil das so ist, hatte ich schon vor längerem den Gedanken das eine Art Hackathon zum Thema Digitalisierung in der Bildung Sinn machen würde. Meine Idee war es, an einem Wochenende Experten zu versammeln die an Konzepten arbeiten mit denen man Bildung stärker auf Themen der Digitalisierung ausrichten kann.

Im Juli ist es soweit. Gemeinsam mit unseren Partnern von Daheim und dem Impact Hub Ruhr werden wir genau das am 21. und 22. Juli organisieren. Wir laden alle interessierten Pädagogen, Querdenker, Digitalisierungsexperten und gerne auch den einen oder anderen Entwickler ein, nach Essen zu kommen und 24 Stunden lang an Ideen und Konzepten zu arbeiten.

Die Möglichkeiten der Themen sind dabei breit gestreut. Ob ihr neue Methodiken diskutieren und weiter entwickeln möchtet, ob es euch darum geht herauszufinden wie digitale Technologien heute schon sinnvoll eingesetzt werden können oder ob ihr etwas vollkommen neues entwickeln möchtet. Wir stellen auch den Raum, die Mitstreiter und die Bühne zur Verfügung!

Am Ende des Wochenendes präsentieren alle Teilnehmer ihre Ergebnisse, bekommen Feedback und finden ggf. Mitstreiter die auch länger als nur ein Wochenende an coolen Ideen und neuen Konzepten arbeiten möchten.

Also. Sichert euch einen der Plätze und kommt nach Essen!

Digitalisierung in vier Phasen

Ich spreche recht häufig mit Unternehmern darüber wie diese die Digitalisierung angehen. Oftmals stelle ich dabei fest, dass es für dieses Thema irgendwie keinen rechten Fahrplan gibt. Eigentlich erstaunlich, denn der Mittelstand unterliegt schon immer ständigen Veränderungsprozessen.

Unternehmern die mich fragen, erkläre ich die vier Phasen, die für mich bei der Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen:

  1. Frühphase
    In dieser Phase befinden sich die allermeisten mittelständischen Unternehmen. Sie wissen zwar, dass Digitalisierung ein Thema ist und haben sich dazu auch schon Gedanken gemacht. Sie konnten aber keinen richtigen Punkt finden, an dem sie beginnen können.In der Frühphase identifizieren mittelständische Unternehmen den aktuellen Stand. Dazu braucht es einen Projektverantwortlichen mit Erfahrung in Veränderungsprozessen und analytischen Fähigkeiten. Es kann auch nicht schaden, wenn diese Person sich für alles was die Digitalisierung umfasst interessiert und zum Beispiel gute Kontakte zu Startups hat.
  2. Konzeption
    Sie haben gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern eine erste Version einer Digitalstrategie entwickelt. Um diese Strategie griffiger zu machen und vor allem um sehr viel konkreter zu werden, geht es nun an die Konzeption.In der Konzeptionsphase geht es darum, die ersten Ideen (formuliert in Strategien) zu konkretisieren und in Arbeitspakete aufzuteilen. Eine Gewichtung dieser Pakete macht durchaus Sinn. Suchen Sie sich für den Anfang die Dinge heraus, die bei wenig Aufwand maximalen Erfolg versprechen. Dann kommen Sie schnell zu guten Ergebnissen!
  3. Transformation
    Digitalisierung ist für jedes Unternehmen erfolgskritisch. Insbesondere die Tatsache, dass die Digitalisierung grundsätzlich ein Umdenken in der Unternehmenskultur sowie der Unternehmensorganisation erfordert, zeigt wie wichtig es ist, in der Phase der Transformation starke und erfahrene Mitarbeiter im Team zu haben.Diese haben Sie bereits in den ersten beiden Projektphasen identifiziert. Haben Sie vielleicht sogar eine ganz bestimmte Person im Auge, die in Zukunft alle Veränderungsprozesse im Zusammenhang mit digitalen Projekten koordinieren könnte? Dann herzlichen Glückwunsch! Vielleicht haben Sie Ihren CDO gefunden! 😉
  4. Zukunftssicherung
    Sie haben die ersten drei Phasen durchlaufen und bereits einige Veränderungen mit auf den Weg gebracht. In diesen Phasen konnten Sie wichtige Mitarbeiter identifizieren, haben Ihr Unternehmen bis in die Tiefe durchleuchtet und neue Erkenntnisse gewonnen. Außerdem steht Ihre Digitalstrategie mit vielen Wegmarken.Damit die begonnene Arbeit zu einem nachhaltigen Wandel führt und damit Digitalisierung in Ihrem Unternehmen in Zukunft vollkommen selbstverständlich wird, geht es in der Phase der Zukunftssicherung darum, die begonnen Dinge zu Ende zu führen und immer neue Handlungsfelder zu identifizieren.Oftmals stelle ich fest, dass es bereits viele sehr gut aufgestellte Mitarbeiter gibt, die große Lust daran haben an der fortlaufenden Digitalisierung mitzuwirken. Es gilt nun, unter diesen Mitarbeitern diejenigen zu identifizieren, die in Zukunft das Thema Digitalisierung weiter vorantreiben. Außerdem benötigen Sie für die Zukunft einen CDO (wenn Sie ihn oder sie nicht schon gefunden haben) als festangestellte Führungskraft, die den Überblick behält und abteilungsübergreifend Projekte identifiziert, anstößt und begleitet.

Sicherlich ließen sich diese 4 Punkte noch erweitern. Mein Ziel ist es aber, möglichst knapp zu erläutern, was meiner Meinung nach die 4 wichtigen (und oftmals immer wieder zu wiederholenden) Schritte sind, wenn ein mittelständisches Unternehmen Digitalisierung betreiben muss oder möchte.

Wenn Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich gerne bei mir. Ich freue mich über jedes Gespräch zu diesem Thema! 🙂

Kosteneinsparung durch Digitalisierung im Vertrieb?

Mensch was ist das toll. Jetzt haben viele Vertriebsorganisationen die Digitalisierung doch noch für sich entdeckt (zumindest ist das mein persönlicher Eindruck). Was habe ich in den letzten Jahren gemeckert, gehofft, gebetet, geklagt und geweint. Und jetzt ist es soweit! Yeah!!

Ja. Digitalisierung ist in vielen Vertriebsorganisationen angekommen. Besonders in denen, die sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen direkt an den Endkunden (den Consumer) wenden. Das ist ja erstmal super und trägt bestimmt dazu bei, den Vertrieb schneller, besser und erfolgreicher zu machen. Sollte man meinen. Und auf den ersten Blick stimmt das auch. Denn Vertrieb misst sich an Margen. Margen erhöht man vor allem dann, wenn man Kosten einspart. Denn der Kunde vergleicht ja in diesen digitalen Zeiten Preise. Da kann man nicht mehr so einfach die Preisspirale nach oben drehen.

Oh. Kosteneinsparung im Vertrieb? Jetzt wollen wir aber mal ein wenig genauer hinschauen. Wie lassen sich denn durch die Digitalisierung Kosten im Vertrieb sparen?

  • Kundenansprache
    Musste man in der Vergangenheit mit Kanon auf Spatzen schießen und jedem potentiellen Kunden Werbung in Papierform in denBriefkasten werfen lassen (ob nun als Prospekt, Zeitungsanzeige oder Werbebrief), kann man das als digitale Vertriebseinheit heute viel besser machen. Man nehme alle Kundendatan die man so hat, werfe sie in einen Topf, mache ein bischen Big Data Hexenwerk damit und heraus kommen viele kleine perfekte Kundenprofile die man jetzt schön günstig für eine kleine eMail-Welle einsetzen kann. Da die darin enthaltene Werbung doch ach so gut zu den adressierten Kunden (Opfern?) passt, kaufen die bestimmt auch alle fleißig. Und wenn nicht? Dann gibt es eben noch mehr eMails. Ist ja ganz einfach.
    Die Vertriebsexperten sparen also viel Geld für den Druck und die Verteilung von Marketingmaterial, erreichen eine personalisierte Kundenansprache und so höhere Verkaufszahlen bei sinkenden Kosten? Kurzzeitig mag das sein. Aber da das alles nichts mit echter Kundenzentriertheit zu tun hat, wird das auf Dauer nichts. Besonders dann nicht, wenn noch folgendes hinzu kommt.
  • Online Informationssystem für potentielle Kunden und Bestandskunden
    Nicht falsch verstehen. Ich mag es, wenn mir Unternehmen schon vor dem Kauf möglichst umfangreiche Produktinformationen zur Verfügung stellen. Ich finde es auch super, wenn ich jeder Zeit an diese Informationen herankomme und mir möglichst selbst die Antworten auf meine Fragen abholen kann. Das ist alles gut und schön.
    Was ich aber nicht mag (und das gilt ganz sicher auch für viele andere Kunden) ist, wenn man mir nur noch diese Möglichkeit bietet. Dazu neigen viele Vertriebsorganisationen. Echt. Schön versteckte Hotline Nummern, ewige Wartezeiten in der Telefonwarteschleife und schlecht geschulte Mitarbeiter sind der Beweis für Sparsamkeit am falschen Ende.
    Was hat denn der liebe Kunde davon, wenn er vermeintlich alle Informationen online finden kann (geht das? Alle Informationen? Jede Frage wird beantwortet?) aber seine eine wichtige Frage nicht beantwortet wird? Nichts. Da kann sich eine Vertriebsorganisation noch so viel Mühe geben, viele Informationen online billig zur Verfügung zu stellen. Das nutzt alles nichts, wenn im Fall der Fälle kein positiver Kontakt zu Vertriebs- und Supportmitarbeitern möglich ist. Da hilft alle Sparsamkeit gar nichts.

Das sind nur zwei Beispiele, die zeigen das Digitalisierung zwar im Vertrieb angekommen ist aber oftmals nicht richtig verstanden wurde.

Die echte Herausforderung bei der Digitalisierung im Unternehmen ist es, die neuen Möglichkeiten dazu zu nutzen den Kontakt zu Kunden positiver zu gestalten. Vielleicht lässt sich an der einen oder anderen Stelle auch an der Kostenschraube drehen. Das sollte aber niemals (NIE!) der Sinn und Zweck hinter der Digitalisierung im Vertrieb sein.

Der Kunde besteht nicht aus Zahlen, Daten, Fakten…

Ideen dazu haben viele kluge Köpfe massenhaft. Ich würde aber einfach mal die Menschen in Ihrem Unternehmen fragen, wie sie die Digitalisierung einsetzen würden um bessere Arbeit zu leisten und dem Kunden allgemein ein besseres Erlebnis zu bescheren. Denn auch das kann ein Mittel sein, Margen im Vertrieb auf dem Niveau zu halten auf dem sie heute sind. Denn zufriedene Kunden die gerade ein echt gutes Erlebnis haben drücken vielleicht den Preis nicht so extrem. Ist ja auch nur menschlich, dass man bei anonymen Preisvergleichen eine rein auf dem Preis basierende Kaufentscheidung fällt. Als Kunde tut man sich mit einer rein auf dem Preis basierenden Entscheidung schwerer, wenn persönlicher Kontakt zu netten und kompetenten Menschen besteht. Da dürfen diese Menschen gerne auch mal einen Euro mehr pro Stunde verdienen…

“Drei Strategien braucht es” – Wie Unternehmen ihr Überleben in der Digitalisierung sichern

In der Zeit Online vom 13.02.2017 findet sich ein interessanter Artikel, den sich jeder mittelständische Unternehmer einmal durchlesen sollte. Einfach nur, weil er viele wichtige Informationen enthält. Nach der Lektüre von “So sichern Unternehmen ihr Überleben” kann dann gerne dieser Artikel weiter gelesen werden. 😉

Daniel Rettig schreibt in diesem Artikel darüber, warum selbst Innovationsführer heute Gefahr laufen einfach vom Markt zu verschwinden und wie Unternehmen genau dieses Schicksal vermeiden können. Als Beispiel für ein solches innovatives Unternehmen das mehr oder weniger plötzlich vom Innovationsführer zum absoluten Verlierer wurde dient Yahoo. Yahoo wird nun schließlich und endlich aufgesplittet und umbenannt. Weg vom Fenster nach dem man lange Jahre wesentliche Innovationskraft gewesen ist.

Im Artikel wird dann weiter beleuchtet, warum Konzerne scheitern. Ich meine, viele dieser Gründe lassen sich auch auf den Mittelstand (und der interessiert mich persönlich viele eher als jeder anonyme Konzern) übertragen und sollten zur Vorsicht mahnen. Gute Arbeit und die Weiterentwicklung von Inoovationen sind nicht das, was in Zeiten des digitalen Wandels alleine helfen wird. Aber kommen wir zu den Gründen aus denen nicht nur Konzerne scheitern.

  1. Unternehmensführung und Strategen setzen auf Produkte, die der Kunde einfach nicht haben möchte.
    Kann passieren, sollte aber nicht zum scheitern eines ganzen Unternehmens führen. Mit Methoden die in der Startup-Welt angewandt werden, mit guter Planung und mutiger Umsetzung und vor allem mit der Einstellung, dass man nicht alles zu 100% fertig entwickeln muss bevor man es seinen Kunden anbietet, kann an schlimme Fehler vermeiden. Das hilft, nicht zu viel Geld zu versenken bevor man feststellt, dass eine Produktidee vllt. total innovativ und toll ist, aber von Kunden nicht angenommen wird.
  2. Talente. Wenn sie nicht bleiben, hat auch der Mittelstand ein riesen Problem.
    Talente zum Bleiben zu bewegen ist das eine. Talente die man im eigenen Unternehmen finden kann zu identifizieren ist für Mittelständler aber genau so wichtig. Besonders zu digitalen Themen schlummert oftmals extrem viel Wissen und Innovationskraft an Stellen an denen es Unternehmer nicht vermuten. Manchmal werden diese Talente rechtzeitig erkannt. Oftmals verlassen sie das Unternehmen und machen ihr eigenes Ding oder helfen dem Mitbewerber dabei, die Digitalisierung zu einem Erfolg zu machen. Schade.

Nur zwei Beispiele die dazu führen können, dass mittelständische Unternehmen ihren Status als Innovationsführer, Hidden Champion oder Weltmarktführer verlieren. Derlei gibt es noch viele. Aber hier schon wieder das Beispiel Nokias als Weltgrößtem Hersteller von Handys zu bemühen, der das erste iPhone nur müde belächelte und nichts tat, wäre dann doch zu müßig.

Was auch neu ist und sicherlich noch zu einigen sehr bösen Überraschungen im Mittelstand führen wird: Konkurrenz erwächst nicht von Seiten der üblichen Mitbewerber. Die Digitalisierung führt dazu, dass Konkurrenz und Innovation plötzlich von Seiten kommen, die man zunächst nicht ernst nimmt. Wenn man als Unternehmer merkt, dass es hier durchaus ernst zu nehmende Entwicklungen gibt, ist es vielleicht schon zu spät.

Aber welche Strategien helfen nun dabei, das Überleben des eigenen Unternehmens zu sichern und weiterhin vorne mit dabei zu sein? Da wäre zum einen die Frage nach dem heute angewandten Geschäftsmodell. Oftmals handelt es sich um ein oder zwei Geschäftsmodelle auf die mittelständische Unternehmen setzen. Das ist nicht so viel und verdient Aufmerksamkeit. Große digitale Unternehmen setzen auf vielfältige Geschäftsmodelle. Nehmen wir Amazon. Der ehemalige Buchversender hat erst sein bestehendes Geschäftsmodell erweitert und sich dann überlegt, dass es durchaus auch Sinn macht Rechenzentren zu betreiben sowie eigene Video- und Musik Streamingdienste zu etablieren. Mehr als ein Geschäftsmodell. Von den Geschäftsmodellen die man Amazon heute zuordnen kann, gibt es mit den Streamingdiensten oder der eBook-Bibliothek sogar einige die Teile des ursprünglichen Geschäftsmodells (Verkauf von Büchern, CDs und DVDs) kanibalisieren. Amazon tut dies trotzdem. Weil es besser ist selber das eigene Geschäftsmodell zu zerstören, als anderen diesen Job zu überlassen.

Eine weitere erfolgreiche Strategie könnte es sein, quasi fortlaufend innovativ zu sein. Besonders treffend gibt diese Notwendigkeit das Zitat von Andy Grove wieder: “Unternehmerischer Erfolg bereitet die Saat der eigenen Zerstörung.” und weiter (AUFGEPASST!) “Erfolg führt zu Selbstzufriedenheit, und die führt zu Fehlern.” Ich glaube, dass genau dies oftmals das Problem ist. Inhaber und Entscheider in mittelständischen Unternehmen sind es gewohnt, einen Status Quo zu managen. Aber nicht innovativ zu denken und ggf. aktiv daran mitzuwirken das eigene Geschäftsmodell zu zerstören und neu zu erfinden.

Mir hat mal der Inhaber eines großen mittelständischen Unternehmens gesagt, dass er gar nicht wisse was alle immer mit diesen Start Ups hätten. Deutschland habe doch mit dem Mittelstand die Innovationskraft überhaupt und der gesamte Mittelstand basiere auf Innovation. Ja. Vor 30, 40 oder 50 Jahren. Heute laufen Unternehmer Gefahr, von völlig unerwarteter Seite überholt und ausgebremst zu werden.

Also. Mein dringender Aufruf: Liebe Mittelständler. Legt los, denkt drüber nach welches Geschäftsmodell in Zukunft für euch zusätzlich das richtige sein könnte, lasst innovatives Handeln eurer Mitarbeiter nicht nur zu sondern fördert dieses, gebt Gas und seid immer auf der Hut. Der Angriff wird kommen. Wann? Keine Ahnung. Aber das er kommt ist sicher. Ob er euch überraschen wird und wie hart es euch trifft, hängt von euch ab!