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koks.digital – 2. Konferenz für Digitales Marketing im Ruhrgebiet

Die Zeit der Steinkohlen-Förderung geht zu Ende, jetzt produziert das Ruhrgebiet digitalen Koks: Das hat die erfolgreiche Premiere des Fachkongresses koks.digital mit rund 250 Teilnehmern im vergangenen Jahr gezeigt. Die Neuauflage der größten Ruhrgebiets-Konferenz für Digitales Marketing unterstreicht das Potenzial der Region als digitales Innovationszentrum.

Zu

koks.digital, 2. Konferenz für Digitales Marketing,
am Freitag, 25. August 2017, von 9:00 – 19:00 Uhr im
RIFF & Rotunde Bochum, Konrad Adenauer Platz 3, 44787 Bochum,

erwarten die Initiatoren, die Go Between Digital GmbH aus Bochum und der Initiativkreis Ruhr, rund 400 Teilnehmer. Top-Speaker decken alle wichtigen Themen ab, zum Beispiel das Entwickeln von Facebook-Kampagnen, die Snapchat-Nutzung für Unternehmen oder die digitale Disruption im B2B-Vertrieb. Am Abend können die Teilnehmer ihre Kontakte beim Hopfenfest Bochum vertiefen. Tickets gibt es unter www.koks.digital.

„Das Ruhrgebiet liefert digitalen Koks, und das soll die Welt erfahren“, sagt Oliver Daniel Sopalla, Geschäftsführer von Go Between Digital. „Entlang des Ruhrschnellwegs ist eine ungeheure Dynamik entstanden: Hier vernetzen sich digitale Player miteinander und der Welt, immer neue Unternehmen stellen sich dem Wettbewerb, permanent entsteht neues Wissen im Online-Marketing. Die zweite Ausgabe von koks.digital im Bermuda3Eck in Bochum soll Studierende, Startups und erfahrene digitale Kumpel zusammenbringen und wertvolles Know-how teilen.“

„Die Botschaft der Veranstaltung im vergangenen Jahr war eindeutig: Im Online-Marketing tun sich viele neue Chancen für junge Unternehmen im Ruhrgebiet auf. Dieses Startup-Potenzial wollen wir nutzen. Deshalb unterstützten wir als Initiativkreis Ruhr gerne auch den zweiten Fachkongress koks.digital“, sagt Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, eröffnet den Kongress.

Als Top-Speaker dabei ist unter anderem Rene Dhemant, der SEO-Experte & ehemalige Sistrix-Mitentwickler, mit dem Vortrag „Website-Relaunch. Eine unendliche SEO-Geschichte. (inkl. 11 Regeln für den perfekten SEO-Relaunch)“. Michael Höcker vom Landwirtschaftsverlag berichtet von „Social Media in der Landwirtschaft! Wie wir als Fachverlag Facebook, Snapchat und Co. nutzen“.

Von den Social-Marketing-Nerds Ben Küstner & Jan Stranghöner gibt es aus erster Hand Informationen rund um das Thema Social-Media-Marketing und Facebook Ads. Alexandru Oproiescu, Mitarbeiter und Doktorand am Sales & Marketing Department der Ruhr-Universität Bochum, informiert über digitale Disruption im B2B-Vertrieb. Und auch zum Thema Influencer Marketing ist ein Fachmann vor Ort: Wahid Rahim, Gründer und CEO der RankSider GmbH.

Wir sind gestartet: Work Digital Accelerator in Dortmund

Es ist geschafft! 🙂 Am 29.06. haben wir mit unserer Kick-Off-Veranstaltung den Startschuss zum Work Digital Accelerator in Dortmund gegeben. Unsere Gäste, Teilnehmer und die Speaker sind zufrieden. Nun beginnt die gemeinsame sehr intensive Zeit der “Season One” unseres Accelerators.

Kick-Off am 29.06.

Unsere Kick-Off Veranstaltung war ganz bewusst als lockeres Zusammentreffen von Startups und etablierten Unternehmen im Coworking Space Work Inn am Campus in Dortmund geplant. Ziel ist es gewesen, die endgültig teilnehmenden Startups zu finden und potentielle Unterstützer im Kreis der etablierten Unternehmen zu begeistern.
Zu beiden Vorhaben können wir positive Dinge vermelden. Dazu aber später mehr.

Wir haben den Abend – entgegen unserer geplanten Agenda – mit Pizza und Bier begonnen. So konnten sich die Gäste bereits in lockerer Atmosphäre austauschen. Im Anschluss konnten Dörte Schabsky vom Work Inn und ich (Dennis Arntjen) kurz unser Vorhaben vorstellen.

Work Digital Accelerator

Wir möchten mit unserem Accelerator “Work Digital” B2B-Startups die Möglichkeit bieten, sich in Vertrieb und Marketing innerhalb von drei Monaten deutlich weiter zu entwickeln. Unseren Unterstützern aus dem Kreis etablierter Unternehmen bieten wir einen geschützten Raum zum ausprobieren und für den Kontakt zu B2B-Startups von denen Unternehmen die schon lange am Markt sind eine ganze Menge lernen können.

Uns ist es besonders wichtig, dass Startups und Unternehmen gegenseitig voneinander lernen. Deshalb fordern wir aktiv die Wissensvermittlung durch unsere Startups ein und streben Workshops von Startups und etablierten Unternehmen an.

Im Anschluss an unsere kurze Vorstellung des Accelerators in Dortmund konnten wir direkt mit einem sehr interessanten Vortrag über das Thema “Big Data” weitermachen. Tobias Brambach vom Startup Point8 aus Dortmund hat innerhalb von 25 Minuten verdeutlicht, warum Datenanalyse für Unternehmen wichtig ist. Seine Beispiele waren dabei sehr anschaulich und konnten den einen oder anderen Teilnehmer überzeugen.

Nachdem Tobias “Big Data”, Datenanlyse und Point8 vorgestellt hat, kamen wir direkt zu den ersten beiden Pitches

Erster Pitch: XignSys mit XignQR

Das großzügige Work Inn Campus im Technologiepark Dortmund ist der Standort für das Accelerator-Programm

Das Problem: Identitätsdiebstahl in großem Stil. 1,75 Milliarden € Schaden entstehen jedes Jahr alleine in Deutschland. In den letzten 5 Jahren wurden ca. 2,5 Milliarden IDs und Passwörter gestohlen.

XignSys aus Gelsenkirchen beschäftigt sich mit der Abschaffung des Passworts. Das Herzstück des Produkts XignQR ist eine App mit der die Benutzer alle Anmeldevorgänge für Einkäufe, Vertragsabschlüsse usw. vornehmen können.
Im Pitch verdeutlichte das Team welche Möglichkeiten sie durch dieses System schaffen und wie ihr Geschäftsmodell aussieht.

 

Zweiter Pitch: lupiter

lupiter entwickelt Logistik- und Supply Chain Software. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit und der Abschaffung von Mängeln in der Transparenz. Die damit zusammenhängenden erhöhten Kosten durch hohe Lagerbestände, lange Lieferzeiten und verspätete Lieferungen gehören somit der Vergangenheit an.

In seinem Pitch konnte der Gründer Guiseppe Ruffo gut verdeutlichen wie er mit seiner Lösung die Probleme angeht und welche Herausforderungen er sieht.

lupiter wird im Rahmen des ersten Durchgangs des “Work Digital” Accelerators dabei sein. Gemeinsam arbeiten wir an vertrieblichen Herausforderungen arbeiten. Guiseppe steht dabei ebenfalls unseren Unterstützern zur Seite und wird sein umfangreiches Wissen zu Logistik und Digitalisierung teilen.

Im Anschluss an den zweiten Pitch haben uns Matteo Cagnazzo und Chris Wojzechowski die Blockchain in ihrem 25 Minuten dauernden Vortrag näher gebracht. Ich persönlich habe mich dabei ganz besonders darüber geärgert, dass ich noch immer nicht den Einstieg in digitale Währungen geschafft habe. 😉 Für unsere Gäste waren aber sicherlich die technischen Aspekte und Möglichkeiten der Blockchain wesentlich interessanter.

Nach diesem sehr informativen und (wie immer) kompetent gestalteten Vortrag haben wir direkt mit den drei noch fehlenden Pitches weiter gemacht.

Dritter Pitch: Point8

Point8 begleitet mittelständische Unternehmern bei der Datenanalyse und begeistert dabei immer wieder mit umfangreichen und überraschenden Erkenntnissen.

Welche Möglichkeiten das Team seinen Kunden bietet, konnte Florian Kruse im Pitch sehr gut verdeutlichen. Die Tatsache, dass das gesamte Gründerteam vor der Unternehmensgründung an verschiedenen Projekten am CERN in der Schweiz gearbeitet und geforscht hat, unterstreicht die besonderen Kompetenzen noch einmal.

Im Rahmen des Accelerators wird Point8 ebenfalls dabei sein. Wir unterstützen das Team dabei, vertriebliche Herausforderungen zu meistern und das Profil des Unternehmens weiter zu schärfen. Im Gegenzug wird Point8 unseren Unterstützern und den anderen Startups zur Seite stehen.

Vierter Pitch: CapX

CapX befindet sich noch in einer sehr frühen Phase. Das Unternehmen ist noch nicht gegründet. Allerdings hat Oliver Schubert viel Erfahrung in seinem Kompetenzbereich und konnte deshalb viele unserer Gäste überzeugen.

CapX ist ein Konzept, mit dem die Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr effizienter gestaltet werden soll. Gleichzeitig beseitigt Oliver durch seine Idee Probleme die durch die Energiewende entstehen.

CapX bietet dem öffentlichen Nahverkehr sehr schnelle Ladezeiten und Kosteneffizienz. Durch das neuartige Konzept des Capacity Exchange Stop werden AUfladezeiten für Busse extrem minimiert und die üblichen Probleme die zum Beispiel durch die Super Charger Technologie von Tesla entstehen beseitigt.

Im Rahmen des Accelerators werden wir CapX bei der Gestaltung des Geschäftsmodells und im Aufbau eines belastbaren Netzwerks unterstützen. CapX wird im Rahmen unseres Workshop-Angebots für unsere Unterstützer eine große Rolle spielen.

Fünfter Pitch: Wndl

Auch Wndl [ˈvandəl] beschäftigt sich mit Herauforderungen die durch erneuerbare Energien auf uns zukommen. Dabei konzentriert sich Wndl auf den Einsatz von Elektromobilität und Batteriespeicher für Häuser. Im Wesentlichen handelt es sich bei Wndl um ein Konzept, dass es jedem Marktteilnehmer ermöglicht sowohl (selbstfahrende) elektrische Fahrzeuge als auch Batteriespeicher für selbsterzeugten Strom aus erneuerbaren Energien für sich zu nutzen.

Nach den 5 Pitches hatten unsere Gäste die Möglichkeit den Startups viele Fragen zu stellen und ggf. schon das weitere gemeinsame Vorgehen zu planen.

Fazit

Wir sind mit dem Abend sehr zufrieden und freuen uns auf eine intensive Zeit mit den Startups und unseren Unterstützern. Das Feedback zum Abend, zu unserem Accelerator und zu den Pitches der Startups hilft uns und den Startups dabei, die Ideen weiter zu entwickeln und nun für drei Monate daran zu arbeiten, den jeweiligen Markteintritt zu festigen oder zu ermöglichen.

Als interessierte Mittelständler oder Mitarbeiter in einem etablierten Unternehmen, können Sie sich gerne auf unserer Webseite zum Work Digital Accelerator weiter informieren. Oder Sie nehmen alternativ direkt Kontakt mit uns auf um mehr über die Möglichkeiten der Mitwirkung zu erfahren. Dazu wählen Sie einfach meine (Dennis Arntjen) Nummer 0151/27536121 oder schreiben mir eine eMail an d.arntjen@kmu-digital.net.

Warum Digitalisierung nicht gleich IT ist

Manchmal braucht es einfach den richtigen Anstoß um ein Thema, das einem schon lange im Kopf herumgeistert in einen Beitrag zu verwandeln. Heute war mein Anstoß für diesen Beitrag ein kurzer Austausch bei Twitter. Dort habe ich einen Artikel von Thomas Linn entdeckt, in dem Thomas sich mit der Begriffsdefinition für “Digitalisierung” befasst. Meiner Meinung nach macht es wenig Sinn, die von ihm gewählten Begriffe “Digitalisierung” und “Digitale Transformation” in der allgemeinen Kommunikation unterschiedlich zu definieren. Jedenfalls sehe ich nicht wie dies dabei helfen kann, den vielen KMU die mit der Digitalisierung konfrontiert sind, deren tiefgreifende Bedeutung deutlich zu machen.


Dieser Artikel soll sich aber nicht darum drehen ob es nun sinnvoll ist oder nicht, Begriffe voneinander abzugrenzen. Ich möchte mich vielmehr mit der Frage befassen, warum Digitalisierung eben nicht reine Technologie ist und somit auch nicht viel mit der IT-Abteilung im Hause von KMU zu tun hat.

IT = Technologie ≠ Digitalisierung

Haben Sie schon den Artikel von Thomas Linn gelesen? Er beschreibt sehr schön, dass es digitale Technologien bereits seit langer Zeit gibt (Thomas nimmt diese Tatsache als Grund dafür, Digitalisierung = Technologie zu setzen und definiert die “digitale Transformation” ≠ Technologie. Aber wie gesagt, ich möchte die beiden Begriffe einfach nicht trennen, da dies meiner Meinung nach nicht hilft). Er zieht als treffendes Beispiel dafür, dass wir neue digitale Technologien seit langem erleben, das neue digitale Telefonnetz heran. Das Telefonnetz ist bereits seit 1997 komplett von analoger auf digitale Technologie umgestellt worden. Ist das Digitalisierung? Nein, ich denke hier liegt einfach ein schlichter Technologiewechsel vor, der vergleichbar ist mit dem Umbau von Netzwerken die auf Koaxialtechnik gesetzt haben hin zu solche in denen Twisted-Pair-Technologie eingesetzt wird.

Die Telekom hat deshalb 1997 noch lange nicht an dem gearbeitet, was wir heute im Allgemeinen unter Digitalisierung verstehen. Ich kann das einigermaßen beurteilen, denn ich habe kurz nach 1997 angefangen dort zu arbeiten. Da war nicht erkennbar, dass digitale Technik auch nur im Geringsten Einfluss auf Arbeitsprozesse, Kundenkommunikation, Mitarbeiterführung, etc. genommen hat.

Jetzt wissen wir also, dass man als Unternehmen digitale Technologien einsetzen kann, ohne auch nur einen echten Schritt in Richtung der Digitalisierung getan zu haben. Und nun?

Digitalisierung ohne digitale Technologien. Geht das?

Das ist eine sehr gute Frage. Denn wir wollen ja versuchen deutlich zu machen, dass Digitalisierung nicht gleich Technologie ist. Müssen wir deshalb auch beweisen, dass Digitalisierung auch ohne die Einführung neuer Technologien funktioniert? Müssen nicht, aber wir können ja mal gemeinsam drüber nachdenken.

Bleiben wir doch direkt mal bei der Telekom und ihrem seit 1997 vollständig auf digitaler Technik basierendem Telefonnetz. Digitale Telefontechnik hat in keinem Unternehmen automatisch dazu geführt, dass irgendwelche Prozesse verändert wurden und als “Digitalisiert” (nach dem hier zu Grunde liegenden Verständnis) betrachtet werden könnten.

Um den Umkehrschluss zu ergründen, müssten wir uns ansehen, welche – im Zusammenhang mit der digitalen Telefontechnik stehenden – Schritte der Digitalisierung auch ohne digitale Telefontechnik hätten vollzogen werden können. Fällt Ihnen etwas ein? Ich habe lange gesucht, konnte aber nichts Greifbares finden. Also scheint es wohl so zu sein, dass die Digitalisierung ohne digitale Technologie nicht vollzogen werden kann.

Warum die IT Abteilung wichtig ist

Darum brauchen KMU also eine IT-Abteilung, die mit neuen Technologien umgehen und einschätzen kann, was genau gebraucht wird um Digitalisierung erfolgreich zu vollziehen. Der IT-Leiter, sein Team und alle Dienstleister sollten unbedingt und immer auf dem neuesten Stand sein. Die Geschäftsführung hat die Aufgabe, gemeinsam mit allen Abteilungen Potentiale zu ergründen und dafür zu sorgen, dass ein Unternehmen nicht hinterher rennt, wenn es um die Digitalisierung geht.

Zu den Abteilungen, die eingebunden sein müssen, gehört unbedingt auch die IT-Abteilung. Zum einen, weil diese als interner Dienstleister selber Digitalisierungspotentiale heben kann. Zum anderen aber auch, weil dort die notwendigen Technologien bereitgestellt werden müssen. Nur die IT-Leitung kann realistisch einschätzen, wie der aktuelle Stand der Technik im Unternehmen ist und welche Schritte der Digitalisierung mit dieser Technik vollzogen werden können. Außerdem kann auch nur die IT-Abteilung dafür Sorge tragen, dass Technik und Dienstleistungen eingekauft werden, die bei den kommenden Schritten notwendig sind.

Ich höre oft (zum Glück lange nicht mehr so oft, wie noch vor einem Jahr) den Satz: “Digitalisierung? Sprechen Sie darüber mit meiner IT-Abteilung.” Nein. Das werde ich nicht tun! Denn auch wenn diese Abteilung wichtig ist, werden dort nicht die relevanten Entscheidungen getroffen. Digitalisierung ist Aufgabe der Geschäftsführung, die sich – wie so oft – den fachlichen Input aus den verschiedenen Abteilungen holt. Den Anstoß kann aber nur sie geben. Da nutzt es nichts, mit dem IT-Leiter über digitale Technik zu sprechen…