Das war koks.digital 2017: Top Speaker, tolle Themen und Netzwerken vom feinsten

In diesem Jahr fand die Online Marketing Konferenz koks.digital zum zweiten Mal statt. Noch größer, noch besser besetzt und mit noch viel mehr interessanten und hilfreichen Informationen! Also gleich vorweg: Das war top!

Ich fange als besser ganz von vorne an. 🙂

Meine persönliche Agenda für koks.digital 2017

  1. Digitaler Vertrieb von erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen.
    Speaker: Marcel Schöne von uppr
  2. Youtube Marketing
    Speaker: Patrick Pape von morefire
  3. Content Marketing: Für jede Lösung ein Problem!
    Speaker: Nadine Krewenka & Charlotte Stolp von diva-e
  4. Influencer Marketing – Reichweite durch Meinungsführer?
    Speaker: Wahid Rahim von RankSider
  5. Whitehad Facebook – Blackhat Ergebnisse
    Speaker: Ben Küstner von Social Marketing Nerds und Pottsalat
  6. Von 0 auf 600.000 Social Visits in nur 3 Monaten
    Speaker: Jan Stranghöner von Social Marketing Nerds & Alexander Boecker von FUNKE Mediengruppe

Das ganze natürlich unterbrochen von einer leckeren Currywurst am Mittag und diversen Kaltgetränken über den Tag verteilt! 😉

Vortrag 1: Digitaler Vertrieb von erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen

Leider habe ich von diesem Vortrag nicht ganz alles mitbekommen. Marcel hat jedenfalls sehr detailliert und gut untermauert viele Informationen dazu preisgegeben wie er persönlich erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen digital vermarktet. Sein Ansatz ist dabei sehr Zahlengetrieben. Jeder kleine Schritt wird gemessen und dokumentiert. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird dann die Strategie optimiert.

Das meiste was ich hier wiedergebe leite ich aus den Folien von Marcel ab. Ich hoffe, dass ihr dadurch trotzdem einen guten EInblick in das Thema bekommt.

Nach dem recht theoretischen Einstieg den Marcel dazu genutzt hat etwas zur klassischen Definition von Zielgruppen zu sagen ging es direkt in die Vollen. Es wurde sehr schnell klar, dass Marcel nicht wirklich “klassisch” an das Thema digitaler Vertrieb herangeht. Zielgruppen klassisch definieren? Warum, wenn man es im Digitalen auch anders machen kann. Nämlich Ereignis und Nutzenbasiert!

Was heißt das? Marcel bringt es auf den Punkt: Egal wie hoch mein Haushaltseinkommen ist und wo ich wohne, wenn meine Heizung im Keller jetzt kaputt ist, brauche ich schnell eine neue bzw. jemanden der mir meine bestehende Heizung repariert. Ein Definition der Zielgruppe über Sinus-Milieus oder andere klassische Herangehensweisen wäre in diesem Fall wohl nicht sehr zielführend.

Das schöne ist, wir sind heute in der Lage im Vertrieb auf solche Ereignisse sehr gezielt zu reagieren. Im Fall einer defekten Heizung, werden sehr viele Menschen als allererstes Google nutzen um Hilfe zu erhalten. Und zack, jetzt wissen wir etwas über den Kunden was wir nach klassischer Definition nicht gewusst hätten!

Nicht viel anders ist es, wenn die Heizung nicht in diesem Augenblick defekt ist sondern sich eine Person aus der Zielgruppe nur grundsätzlich darüber informiert was sie zum Beispiel in Sachen Umweltschutz oder bei einer gesetzlichen Änderung tun kann um die eigene Heizungsanlage optimal zu gestalten. Auch hier wissen wir als digitale Vertriebler sehr schnell, dass dieser Kunden irgendwann das Bedürfnis haben wird, seine Heizung zu erneuern. Wenn wir ihn ab dem Zeitpunkt der ersten Äußerung seines Bedürfnisses “begleiten” und mit für ihn relevantem Content versorgen, dann steigen unsere Vertriebschancen enorm!

Was sagt Marcel, wie wir an die Kunden herantreten sollten um ein optimales Ergebnis zu erzielen? Kommt drauf an und würde ich testen, ist da vereinfacht gesagt seine Antwort. Er hat in seinem Vortrag zwei vollkommen unterschiedliche Herangehensweisen vorgestellt und mit jeweils einem Beispiel untermauert. Zum einen das Prinzip “Marktschreier” und zum anderen das Prinzip “Berater”. Ich möchte hier nicht im Detail darauf eingehen, wie sich die beiden Strategien unterscheiden. Wer dazu mehr erfahren möchte, kann sicherlich Marcel (sein Facebook Profil habe ich oben verlinkt) kontaktieren und ihn um eine kleine Einführung bitten!

Was würde Marcel außer der Unterscheidung der beiden Prinzipien noch tun um erfolgreich digitalen Vertrieb zu machen? Er würde zum einen berücksichtigen, dass es nicht den einen Kaufentscheidungsprozess gibt, sondern immer mehrere bis viele Berührungspunkte mit dem potentiellen Kunden notwendig sind bis dieser eine Kaufentscheidung fällt.
Außerdem würde Marcel immer berücksichtigen, dass er – basierend auf dem aktuellen Wissenstand der Zielgruppe – andere Informationen liefern muss um diese im Kaufentscheidungsprozess weiter zu bringen.

Um möglichst genau zu erfassen, wie sehr sich die eingesetzten Maßnahmen lohnen und ob eher das Marktschreier- oder das Berater-Prinzip erfolgreich sind, ist es notwendig den Customer-Lifetime-Value zu messen und auszuwerten. Nur dann wissen wir, welche Investition sich eher lohnt und ob unsere Maßnahmen überhaupt dazu geeignet sind eine nennenswerte Mare zu erwirtschaften.

Auch wenn ich den Vortrag von Marcel nicht vollständig mitgehört habe, kann ich sagen das mir seine sehr Datengetriebene Herangehensweise super gut gefällt. Natürlich muss man als kleines Unternehmen gucken wie weit man es mit dem eigenen Budget treiben kann und an welchem Punkt der Nutzen nicht mehr signifikant gesteigert werden kann. Aber der grundsätzliche Appel, Vertrieb Datenbasiert zu betreiben ist richtig und wichtig!

Vortrag 2: Youtube Marketing

Patrick ist aus der ihm angestammten SEO-Sicht an das Thema Youtube herangegangen. Ein super wichtiger Aspelt und sicherlich äußerst hilfreich, wenn es darum geht bei Youtube Reichweite aufzubauen. Was mir persönlich gefehlt hat, ist ein Blick darauf, wie Youtube Reichweiten ermöglicht ohne komplizierte teure Sendetechnik zu brauchen und was dies für das Marketing bedeutet. Eher im Gegenteil hat er leider verdeutlicht, dass das typische Agenturgeschäft immer mehr dazu führt, dass (noch) professionellere Technik genutzt wird. Ich glaube ja nicht, dass es auf Hochglanz ankommt. Aber das war ja auch nicht das Thema. 😉

Patrick hat sich auf die Keyword Optimierung fokussiert und außerdem einige wichtige Merkmale hervorgehoben, die man unbedingt bei der Veröffentlichung und Optimierung von Videos beachten sollte. Hilfreiche Informationen, die es jedem Einsteiger ermöglichen sollten Youtube direkt von Anfang an erfolgreicher zu nutzen.

Direkt am Anfang ging es zunächst einmal um die vielen Vorteile bei der Nutzung von Youtube Videos für das eigene Marketing. Um die gesteigerte Auffindbarkeit bei Google, darum wie sehr sich die Conversion verbessert wenn man einige Dinge wie zum Beispiel Call-to-Action richtig einsetzt und auch darum, wie sich generell die Sichtbarkeit erhöht.
Patrick vertritt dabei die Meinung, dass es bei Youtube noch nicht so viel stark optimierten Content gibt und das dies dazu führt, dass schon kleine Maßnahmen großen Erfolg versprechen.

Was bei einem Vortrag der sich darum dreht, wie Youtube als optimales Instrument für das Marketing genutzt werden kann nicht fehlen darf sind KPI’s. Also Kennzahlen die wir messen sollten um zu erkennen wie erfolgreich wir mit Videos sind.
Patrick nennt als erstes und im Grunde genommen einziges die sogenannte “Watchtime”. Als sogenannter Multiindex setzt sich diese Kennzahl aus den Zahlen zu “Videoaufrufen”, “Videowiedergabezeit”, “Uploadfrequenz”, “Session Start”, “Session Dauer”, “Session Ende” zusammen.

Insbesondere die Frage nach dem Aufwand, also danach wie oft gute Youtube-Marketer eigentlich neuen Videocontent liefern sollten, interessiert und alle brennend. Patrick hat beobachtet, dass eine Frequenz von 2-3 Videos pro Woche optimal ist. Gary Vaynerchuk lädt sogar jeden Tag ein neues Video hoch und ist damit bekanntermaßen nicht ganz unerfolgreich.

Aber wie optimiere ich die anderen Teilkennzahlen der Watchtime? Auf was sollte ich mindestens achten um bei Youtube erfolgreich zu sein?
Es kommt laut Patrick auf super viele einzelne kleine Dinge an. Er schlägt aber vor, dass wir für Anfang nur einige wenige Bereiche optimieren. So würde Patrick immer auf jeden Fall den Videotitel, die Videobeschreibung, die Videotags und das Thumbnail optimieren um einen Teil der schon beschriebenen Kennzahlen zu verbessern.
Wie diese Punkte optimalerweise gestaltet sein sollten hat Patrick natürlich auch verraten.

Der Titel

  • Immer individuell.
  • Die gewählten Keywords beachten und möglichst weit vorne in den Titel packen.
  • Präzise formulieren.
  • Patrick empfiehlt eine Titellänge von 55-60 Zeichen, auch wenn eigentlich mehr geht.
  • Der Titel sollte Neugier wecken
  • und alle Titel eines Kanals sollten einheitlich gewählt sein

Die Videobeschreibung

  • Die Beschreibung sollte ausführlich sein.
  • Sie sollte individuelle Keywords beinhalten.
  • Sichtbar sind in den Suchergebnissen bei Youtube und Google 100-110 Zeichen.
  • Die Beschreibung sollte weiterführende Infos und Links beinhalten.

Die Videotags

  • Die Tags sollten ebenfalls Keywords enthalten.
  • Sie sollten fokussiert sein.
  • Anders als zum Beispiel bei Instagram sollten Tags nicht breit gestreut sein.
  • Synonyme benutzen.
  • Brand Tags hinterlegen.
  • Der Standort sollte als Tag vergeben werden.

Das Thumbnail

  • Das Thumbnail sollte den Inhalt des Videos vermitteln.
  • Farben und Text sind wichtig.
  • Setzt Gesichter ein. Der Mensch reagiert auf Augen.
  • Die eigene Marke hervorheben.
  • Erzeugt einen “Zwang” zu klicken. (Leicht gesagt! :-))
  • Beachtet die Anzeigegröße möglichst vieler Devices.

Kleiner Tipp zu den Thumbnails: Um ein Benutzerdefiniertes Thumbnail hochzuladen müsst ihr euren Youtube-Kanal verifizieren. Das ist in den Einstellungen in wenigen Sekunden erledigt!

Patrick ist dann noch auf ein paar weitere Kennzahlen eingegangen, die sich sehr gut über die eben genannten Punkte optimieren lassen.

Alles in allem war Patricks Vortrag wirklich super hilfreich und hat auch mir dabei geholfen, dass ich mir jetzt langsam mal nen ordentlichen Arschtritt in Sachen Videooptimierung verpasse und unseren Youtube Kanal ein wenig aufarbeite. 🙂

Vortrag 3: Content Marketing: Für jede Lösung ein Problem!

Nadine und Charlotte haben anhand sehr gut aufbereiteter Folien und Beispiele verdeutlicht auf was es aus ihrer Sicht beim Thema Content Marketing ankommt.

Dabei sind sie sowohl auf die eigentlichen Texte als auch auf die Fragen nach der SEO-Strategie eingegangen. Wer mich kennt, der weiß das ich beim Thema Texte nicht wirklich strategisch vorgehe. Das ist auch der Grund aus dem ich aus diesem Vortrag viel mitnehmen konnte. Vielleicht setze ich ja mal das eine oder andere um… 😉

Zunächst sind Nadine und Charlotte darauf eingegangen was eigentlich guter Content ist. Guter Content bietet dem Suchenden einen echten Mehrwert, ist gut lesbar und Kanalspezifisch aufbereitet. Eigentlich ganz logisch, aber nach der Erfahrung der beiden nicht wirklich immer gegeben.

Welche Ziele können mit Content Marketing erreicht werden? Einige, aber nicht alle. Das ist besonders wichtig. Content Marketing ersetzt keine anderen Marketingmaßnahmen sondern ergänzt diese sinnvoll. Ziele die erreicht werden können sind Markenaufbau, Kundengewinnung und Kundenbindung.

Für jeden der nicht genau weiß, wie er nun an das Thema Content-Marketing herangehen soll haben die beiden ebenfalls ein paar Tipps dabei gehabt. Zunächst muss es darum gehen zu gucken was wir eigentlich schon haben. Im Content-Audit stellen wir fest an welchen Stellen wir bereits über guten Content verfügen und wo Optimierungsbedarf besteht. Dabei ist es nicht nur wichtig zu gucken was wir selber haben, sondern auch wie unser Marktumfeld aussieht. Als dritten und letzten Schritt gucken wir dann wie sich unser Content von dem des Marktumfeldes unterscheidet und leiten daraus Anforderungen des Marktes ab.

Alles in Allem ein Vortrag der viele interessante Informationen beinhaltet hat.

Ich habe mir bei der diesjährigen koks.digital Konferenz außerdem noch drei weitere Vorträge angesehen. Was diese genau beinhaltet haben und was ich daraus gelernt habe, werde ich euch in einem zweiten Beitrag verraten. Darin wird es um die Vorträge Influencer Marketing – Reichweite durch Meinungsführer?, Whitehat Facebook . Blackhat Ergebnisse und Von 0 auf 600.000 Social Visits in nur 3 Monaten gehen.

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